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Der Tunnel bleibt «kurz»

Der Tunnel im Spichigwald soll nicht länger werden als geplant. Die Verbesserungen, das haben die vertieften Abklärungen des Kantons ergeben, wären gering im Verhältnis zu den massiven Kosten.

Die lange Version des Tunnels wäre 1,07 Kilometern gewesen. Nun werden es 500 Meter.
Die lange Version des Tunnels wäre 1,07 Kilometern gewesen. Nun werden es 500 Meter.

Es bleibt dabei: Die 3,6 Kilometer lange Umfahrungsstrasse wird über einen 500 Meter langen Tunnel durch den Wald zwischen Aarwangen und Langenthal führen. Zwar haben die Planer im Rahmen der laufenden Projektierung die Tunnellänge nochmals überprüft. Zwei weitere Varianten standen im Raum: «Tunnel mittel», 830 Meter und «Tunnel lang» auf 1,07 Kilometern. Kostenpunkt: 34 beziehungsweise 58,6 Millionen Franken, die zu den Gesamtkosten für die Verkehrssanierung Aarwangen-Langenthal Nord von 136 Millionen Franken dazukommen.

Dass die Kosten diesen Varianten wohl den Garaus machen werden, daran liess Baudirektor Christoph Neuhaus (SVP) im September während einer Informationsveranstaltung in Bützberg keinen Zweifel aufkommen. Er argumentierte mit den hohen Kosten für wenige Meter mehr an Tunnel und dem drohenden Referendum, das einem neuerlichen Kredit beschieden sein könnte.

Das «beste Verhältnis»

Am Dienstag teilte seine Direktion das wenig überraschende Ergebnis der vertieften Abklärungen mit: Die bisherige Tunnellänge «kurz» weise das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis auf, sei umweltverträglich und gehe sorgsam mit Kulturland um. Der Nutzen eines längeren Tunnels auf der anderen Seite wäre gering und hätte zu hohe Mehrkosten zur Folge, heisst es in der Mitteilung der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion.

Nachteile vorhanden

Die Abklärungen hätten demnach ergeben, dass bei der Tunnellänge «mittel» und «lang» zwar der Verbrauch von Kulturland gegenüber der kurzen Lösung «etwas vermindert» werden könne und das Bützbergtal stärker geschont werde. Diese Verbesserungen gegenüber der Variante «kurz» seien aber gering und würden auch Nachteile aufweisen, insbesondere weil das Grundwasser betroffen sei.

Fazit: Die Verbesserungen durch einen verlängerten Tunnel seien gering und angesichts der beträchtlichen Mehrkosten zu klein, bilanziert die kantonale Direktion.

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