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Mit eigenem Charme

Das Street Festival geht in Runde drei. Seit seiner Lancierung ist der Anlass stetig gewachsen. Heuer wollen die Veranstalter beim Essen noch eins draufsetzen.

Märlin’s Barden belebten mit ihrer Mittelaltermusik schon 2017 die Stadt. Im Juni werden sie wiederum dabei sein am Festival.
Märlin’s Barden belebten mit ihrer Mittelaltermusik schon 2017 die Stadt. Im Juni werden sie wiederum dabei sein am Festival.
Olaf Nörrenberg

Wie viel grösser das Street Festival noch werden kann, wissen auch die Organisatoren nicht. 26 Künstler treten an der bevorstehenden dritten Ausgabe vom 1. und vom 2. Juni auf verschiedenen Bühnen und auf der Strasse auf. Auch dreissig Essensstände werden bereitstehen, mehr als bisher.

Dies vor allem deshalb, weil sich einige Leute in ihren Feedbacks ein grösseres Angebot wünschten, wie Irene Ruckstuhl am Donnerstag erklärte. «Wir sind aber kein eigentliches Streetfood-Festival», stellt die Organisatorin klar. Von diesen gebe es in der Schweiz mittlerweile schon genug.

Das Langenthaler Street Festival will vielmehr einmalig bleiben in der Ausrichtung. Essen und Trinken, Kunst und Musik. Alles verteilt auf den Gassen und Plätzen, damit auch die ganze Stadt miteinbezogen wird.

Als neue Standorte sind der Innenhof des Bären sowie die Überbauung ­Innenstadt hinzugekommen. Letztere ist mit neun Geschäften vertreten. «Wir freuen uns sehr, nun auch mitmachen zu dürfen», sagt Thomas Widmer vom Loft 5.

Gutes Zusammenspiel

Schon seit der ersten Stunde hilft René Marti von der Braui beim Festival mit. Mittlerweile sind elf Lokale involviert. Beim ersten Mal war das Wetter schlecht, aber die Leute kamen trotzdem.

«Das war etwas vom Schönsten für uns», sagt Marti. Für ihn liegt der Reiz des Festivals vor allem darin, dass nicht wie andernorts an einem Standort Stand an Stand gereiht ist, sondern die ganze Innenstadt mitmachen kann.

Das freut natürlich auch Peter Frei von der Stadtvereinigung Langenthal. Für ihn ist es ein gelungenes Nutzen von Synergien, das Street Festival mit dem Künstlermärit zu kombinieren. Dieser findet ebenfalls am 2. Juni mit fünfzig verschiedenen Ausstellern statt. «Beides passt perfekt ins Stadtzentrum», findet Frei. Während das Street Festival stetig wächst, sei der Künstlermärit aber bewusst klein gehalten.

Risiko Hutgeld

Neu in diesem Jahr ist auch, dass die Gäste draussen bis um drei Uhr morgens bewirtet werden können. Dafür seien die Organisatoren gegenüber der Stadt sehr dankbar, sagt Ruckstuhl. Jetzt müsse nur noch das Wetter mitspielen. Obwohl der Anlass durch Sponsoren abgedeckt ist, müssen ebenfalls durch den Verkauf von Festival-Pins noch Einnahmen generiert werden. Denn mit dem jährlichen Wachstum des Fests steigen auch die Ausgaben.

Und schliesslich wollen auch die Künstler entlöhnt werden. Zwar erhalten sie keine Gage, dafür aber ein Hutgeld. Das sei natürlich ein Risiko für die Künstler, gibt Ruckstuhl zu. Allerdings seien gerade im letzten Jahr die Erträge für viele der Musiker äusserst gut gewesen.

Das macht es für die Organisatoren natürlich umso einfacher, bewährte Bands wieder nach Langenthal zu locken. Doch auch neue Gruppen werden vor Ort sein. Eine hat Ruckstuhl ganz spontan gewinnen können – in den Ferien auf dem Skilift.

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