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Mit Geschick und Passion

Erstmals nahm eine Langenthaler Gruppe an der Kantonalmeisterschaft teil. Die 9- bis 12-jährigen Sportlerinnen haben sich rasch zu einer Einheit gefunden, aber die erhoffte Medaille verpasst.

Die Gymnastinnen der RG Langenthal bei ihrem ersten Auftritt an der Kantonalmeisterschaft.
Die Gymnastinnen der RG Langenthal bei ihrem ersten Auftritt an der Kantonalmeisterschaft.
Hans Wüthrich

Zu fünft bewegen sie sich zu Musik, möglichst harmonisch und synchron auf der Wettkampffläche der Langenthaler Kreuzfeldhalle. Dies gelingt mehr oder weniger gut. «Einen Fehler gab es, sonst klappte alles», sagt Trainerin Anne Tardent. Die Gruppe der RG Langenthal hat den ersten Teil des Wettkampfs beendet, später am Tag folgt der zweite Auftritt an der Kantonalmeisterschaft.

Sechs Teammitglieder

Mit einem Handgerät müssen sich die Oberaargauer Gymnastinnen noch nicht herumschlagen. Die Gruppe besteht erst seit diesem Jahr und tritt in der tiefsten Kategorie G1 regional an. Auf dieser Stufe werden die Wettkämpfe noch ohne Bälle, Reifen oder Seile bestritten. Auf die Frage, was mehr Spass macht, antworten die sechs Turnerinnen einhellig: «Ohne! Mit den Handgeräten ist es kompliziert, sie fallen immer herunter.»

Die eine oder andere hat schon Erfahrungen damit gesammelt; in der nächsthöheren Stufe werden die Handgeräte dann zum Wettkampf gehören. Die Langenthaler Gruppe besteht aus Alina Blatter (10), Amalia Fleischhauer (10), Céline Nyfeler (10), Nora Schürmann (9) sowie den Schwestern Séverine (12) und ­Vianne Bösch (10). Nora Schürmann pausierte beim ersten, Amalia Fleischhauer beim zweiten Auftritt. Sie stiessen aus verschiedenen Sparten zur rhythmischen Gymnastik. Einige waren Geräteturnerinnen und betreiben diese Sportart zum Teil auch jetzt noch. Andere gingen ins ­Ballett.

«Einen Unterschied merkt man aber nicht, wenn man mit den Mädchen zu arbeiten beginnt», sagt Trainerin Tardent. Da eine genügend grosse Zahl von Gymnastinnen im gleichen Alter vorhanden war, entschloss man sich, eine Gruppe zu gründen. Ein Teammitglied darf das für eine Kategorie festgelegte Alter überschreiten, sodass Séverine Bösch mit ihrer Schwester turnen darf.

Überschaubarer Aufwand

«Bei der Auswahl der Übungen achten wir darauf, dass ein Element von allen beherrscht werden kann», sagt Tardent, die die Gruppe zusammen mit Rachel Moor betreut. Die Mädchen würden auch sehr gut miteinander harmonieren. Der Trainingsaufwand ist mit zwei bis drei Einheiten pro Woche noch überschaubar, allerdings könnte er deutlich ansteigen. Damit die Mädchen etwa auf nationaler Ebene mit einer Gruppe antreten könnten, müsste der Aufwand auf vier Einheiten erhöht werden. Schon in der nächsthöheren Stufe G2 gibt es an einer Kantonalmeisterschaft keine regionale Kategorie mehr. Es ist daher noch ungewiss, wie der Weg der Langenthaler Gruppe in Zukunft aussehen wird.

Medaille verpasst

Das interessiert die Oberaargauer Gymnastinnen am Wettkampftag in Langenthal aber noch nicht. In der Pause zwischen den beiden Darbietungen an der Kantonalmeisterschaft geben sie den Gewinn einer Medaille als Ziel aus. Dies gelingt am Ende nicht, die Gruppe schliesst den Wettkampf auf dem vierten Platz ab. Die Saison ist nun im Prinzip zu Ende, obwohl auch im Herbst noch Wettkämpfe angeboten werden.

Um das Training mit den Handgeräten werden auch die Langenthalerinnen mit zunehmendem Alter nicht herumkommen. Beherrschen sie diese besser, werden sie aber auch daran noch Freude finden.

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