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Nach zehn Ausgaben ist Schluss mit dem Hundemilitary

Der Anlass in Melchnau findet im März ein letztes Mal statt. Der Organisator hatte zunehmend Mühe, genügend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zu finden.

Zum letzten Mal sind dieses Jahr Geschicklichkeit der Tiere und gute Antworten der Besitzer am Hundemilitary in Melchnau gefragt. Bild: Daniel Fuchs
Zum letzten Mal sind dieses Jahr Geschicklichkeit der Tiere und gute Antworten der Besitzer am Hundemilitary in Melchnau gefragt. Bild: Daniel Fuchs

Das Teilnehmerfeld ist jeweils bunt gemischt. Nicht nur die Hundebesitzer, auch deren Vierbeiner strömen einmal im Jahr zur Schiessanlage in Melchnau. Nämlich dann, wenn dort das Hundemilitary stattfindet. Ganze Familien, junge Paare und kleine Gruppen aus der gesamten Schweiz absolvieren auf der zwölf Kilometer langen Strecke die zehn verschiedenen Posten.

Hundemilitary ist ein reiner Spassparcours für die Zweierteams von Hund und Mensch. Tatsächlich sind die einzelnen Aufgaben nicht körperlich schwierig, verlangen aber die Aufmerksamkeit der Hunde und die Grundlagen der Hundeschule.

Aufhören, wenns am schönsten ist

Doch damit ist nun Schluss, wie der Organisator Toni Johann bestätigt: «Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist, und wir blicken auf neun tolle Ausgaben zurück», stellt der 57-Jährige fest, der zugleich die Hundeschule Funny Dogsport in Reisiswil führt. Doch das ist nicht der einzige Grund, wie Johann weiter ausführt: Das grosse Thema waren die rückläufigen Zahlen beim ehrenamtlichen Engagement. «In den letzten Jahren hatten wir zunehmend Schwierigkeiten, genügend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für den Anlass zu finden», so Johann. Und ohne diese gehe es nicht.

Viele Unsicherheiten

Am Hundemilitary in Melchnau stehen nämlich über fünfzig Helferinnen und Helfer im Einsatz, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Die braucht es genauso wie die zahlreichen Sponsoren, die den Anlass überhaupt möglich machen. Der Organisator weiss zudem nie, ob das Geld von den Starteinnahmen und den Sponsoren am Ende ausreicht, um die Kosten zu decken. Vieles sei zudem wetterabhängig. Deshalb hat sich Johann dazu entschieden, dem Anlass den Stecker zu ziehen, obwohl er über die Region hinaus sehr beliebt war.

Stolz ist der 57-jährige Reisiswiler auf seine treuen Stammgäste, die in den vergangenen neun Jahren alle Hundemilitarys besuchten und sich bereits für die letzte Ausgabe angemeldet haben. Hauptsächlich mit einem weinenden Auge wird deshalb der Hundeliebhaber Johann am 21. März die Hundebesitzer und deren Vierbeiner zu seinem letzten Military begrüssen.

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