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«Nicht lange gangbar»

Das Frühförderprogramm Schrittweise ­erhält ab Sommer weniger Geld von der Stadt als erhofft. Für den Anbieter ist fraglich, wie es weitergehen soll.

Durch Hausbesuche sollen in Langenthal sozial benachteiligte Kinder gefördert werden.
Durch Hausbesuche sollen in Langenthal sozial benachteiligte Kinder gefördert werden.
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50'000 statt 75'000 Franken: Der Stadtrat gesteht dem Programm Schrittweise auch in Zukunft nur jenen jährlichen Maximalbetrag zu, den er bisher an die Frühförderung von Kindern aus sozial benachteiligten Familien beigesteuert hat.

Der Verein zur ­Förderung der Bildung und Integration im Oberaargau mit der Geschäftsstelle Interundio hätte sich mehr erhofft. Denn während das 2010 gestartete Programm in der Anfangsphase noch mit ­verschiedenen Startbeiträgen rechnen konnte, fallen diese ­Finanzierungsmöglichkeiten inzwischen weg.

20 Kinder und ihre Eltern hätten von dem jeweils anderthalbjährigen Hausbesuchsprogramm auch ab Sommer 2018 wieder profitieren sollen. Dahinter setzt nun Interunido-Geschäftsführer Thomas Niklaus erst einmal ein Fragezeichen. «Unser Vorstand wird entscheiden müssen, ob ­beziehungsweise unter welchen Umständen ein Leistungsvertrag mit der Stadt eingegangen werden kann», sagt er auf Anfrage.

Der von der Stadt für 3 Jahre zugesicherte Beitrag bedeute, dass der Verein in dieser Zeit 75'000 Franken entweder aus anderen Quellen beschaffen oder aus ei­genen Mitteln decken müsse. «Dies ist sicher keine langfristig gangbare Finanzstrategie.» Denn das Decken von Strukturkosten sei nach Ansicht der Stiftungen Aufgabe der öffentlichen Hand.

Dass Schrittweise von der bürgerlichen Seite als zu teuer empfunden werde, sei für ihn nur schwer verdaulich, sagt Niklaus. Mache die Struktur mit semi­professionellen Hausbesucherinnen das Programm im Verhältnis zu dessen Wirkung doch zu einem äusserst kostengünstigen Angebot.

khl

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