Nun ist eine solide Basis in Sicht

Huttwil

Die Heilpädagogische Schule Oberaargau bleibt dem Städtchen voraussichtlich doch erhalten. Ein geplantes Kompetenzzentrum soll es möglich machen. Es würde sich um ein Pilotprojekt im Kanton Bern handeln.

<b>Im neuen Schulhaus Schwarzenbach</b> ist die heilpädagogische Schule schon heute zu Gast. Neue Pläne sehen vor, dass sie dort bleibt und ihre alten Räume aufgeben kann.

Im neuen Schulhaus Schwarzenbach ist die heilpädagogische Schule schon heute zu Gast. Neue Pläne sehen vor, dass sie dort bleibt und ihre alten Räume aufgeben kann.

(Bild: Thomas Peter)

Jürg Rettenmund

Im letzten Sommer sah es danach aus, als würde die heilpädagogische Schule (HPS) nach der Fusion mit Langenthal aus Huttwil verschwinden. Weil die Gemeinde der neuen HPS Oberaargau keine geeigneten Standorte anbieten konnte, wollte diese ihre Suche auf Langenthal ausrichten.

Mit der Situation in Huttwil war sie nicht zufrieden, weil die Räume in den beiden Liegenschaften altes und neues Schulhaus Schwarzenbach im Betrieb zu aufwendig sind.

Nun sieht alles wieder anders aus, wie Gemeindepräsident Walter Rohrbach (BDP) orientierte, als er die Ergebnisse der Klausurtagung des Gemeinderates vom Februar vorstellte. Drei Faktoren seien es, die zum Meinungsumschwung in der Exekutive beigetragen hätten.

Langfristig gesichert

Die HPS stellte eine längerfristige Mietzusage für die benötigten Räume in Aussicht. Zudem habe sich auch Schul­inspektor Kaspar Stocker für den Standort Huttwil eingesetzt und Möglichkeiten aufgezeigt.

Angedacht ist nun ein regionales Kompetenzzentrum für Heilpädagogik im neuen Schulhaus Schwarzenbach. Das wäre, wie Walter Rohrbach ausführte, ein Pilotprojekt im ­Kanton Bern, zu dem die Details erst noch erarbeitet werden ­müssen. Ebenfalls in Schwarzenbach bleiben soll die Volksschule mit Kindergarten und Unter­stufe.

Besorgt zeigten sich schliesslich auch betroffene Eltern, die die längeren Schultransporte ­kritisierten. Überhaupt, ergänzte Gemeindepräsident Walter Rohrbach, habe der Gemeinderat den Wegzug der Schule nie angestrebt. Er habe einfach unter den Voraussetzungen von letztem Sommer keine Lösung gesehen.

Komplexe Anforderungen

Je für sich allein seien die heilpädagogischen Angebote der beiden Schulen zu klein, hatte das Schulinspektorat festgestellt. Von der Zusammenarbeit sieht es Syner­gien nicht nur im pädagogischen Bereich, sondern auch bei der Tagesschule.

Die Anforderungen an das neue Projekt für den Ausbau in Schwarzenbach seien jedoch komplex, hält der Gemeinderat fest. Deshalb will er nun zuerst Offerten für die Erarbeitung eines Masterplans einholen.

Dieser soll bis zu den Sommerferien vorliegen und auch ein Handbuch enthalten. Mit den Unterlagen sollen nach den ­Sommerferien die Abklärungen zur Schulorganisation gestartet ­werden.

Den Bedürfnissen angepasst

1975 wurde in Huttwil eine heilpädagogische Schule gegründet. Sie konnte das alte Schulhaus Schwarzenbach beziehen, nachdem in diesem Ortsteil ein neues gebaut worden war. 1994 wurde das alte Schulhaus nach den ­Bedürfnissen der HPS saniert und umgebaut.

Als es dort wieder eng wurde, schuf die Gemeinde für die HPS im neuen Schulhaus zusätzlichen Raum. Aufs Jahr 2013 fusionierte die Heilpädagogische Schule Huttwil mit jener von Langenthal zur HPS Oberaargau.

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