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Schwede mit grosser Erfahrung

Per Hanberg ist vom SC Langenthal als Trainer für die Saison 2017 verpflichtet worden. Der 50-jährige Schwede arbeitete bis jetzt hauptsächlich in seinem Heimatland. Sportchef Noël Guyaz wird auch Hanberg assistieren.

Spät war der SC Langenthal gezwungen, nach der erfolgreichen Saison mit dem NLB-Meistertitel auf Trainersuche zu gehen. Erst am 11. Mai war bekannt geworden, dass Jason O’Leary seine erfolgreiche Arbeit im Oberaargau nicht fortsetzen will, sondern für seine Weiterentwicklung als Coach einen Vereinswechsel bevorzugt.

Wenig später unterschrieb der Kanadier beim NLA-Klub Servette als Assistenzcoach. Auf der Suche nach einem neuen Trainer ist der SCL in Schweden fündig geworden. Per Hanberg heisst der neue Verantwortliche an der Bande. Der 50-Jährige wurde vorerst für die nächste Saison als Headcoach engagiert. Danach besteht eine Option auf eine Weiterverpflichtung.

Aufstieg mit Karlskrona

Hanberg war als Spieler Stürmer, schaffte als Profi den Sprung auf das höchste Niveau in der starken Eishockeynation Schweden aber nicht ganz. Seine Karriere liess er 1999 bei Uppsala in der Division 1, der dritten schwedischen Spielklasse, ausklingen. Für diesen Klub stand der aus Stockholm stammende Hanberg insgesamt während sechs Saisons auf dem Eis.

Unmittelbar danach stieg er bei Uppsala mit 32 Jahren als Trainer ein, er besitzt mittlerweile das höchste schwedische Trainerdiplom und sammelte vielfältige Erfahrungen auf verschiedensten Stufen. Hanberg war Headcoach bei diversen Vereinen in der Division 1, betreute während zwei Jahren Elitejunioren-Mannschaften und ebenfalls für zwei Saisons Teams in Italiens erster und zweiter Spielklasse.

Die letzte Station war zugleich auch die erfolgreichste. Der Schwede führte in der Saison 2014/2015 den 2001 gegründeten Karlskrona HK erstmals in seiner Klubgeschichte in die SHL, die schwedische Eliteklasse. Hanberg schaffte in der darauffolgenden Saison den Ligaerhalt, wurde dann allerdings am 5. Februar 2017 entlassen, als das Team nach einem starken Start in 11 Spielen in Folge sieglos geblieben war.

Kommunikativer Typ

«Wir wurden über Agenten auf ihn aufmerksam», sagt Noël Gu­yaz, der Sportchef des SC Langenthal. «Nach einer Reihe von Gesprächen hat er sich als Favorit herauskristallisiert.» Hanberg wird als Trainer mit grosser sozialer Kompetenz beschrieben, der viel mit den Spielern spricht und bestrebt ist, jeden Akteur weiterzuentwickeln.

Auf gegenseitigen Wunsch wurde vorerst nur ein Einjahresvertrag unterschrieben, der per Option verlängert werden kann. «Für ihn und seine Familie stellt die Schweiz einen noch unbekannten Ort dar», sagt Guyaz. Hanberg kennt zudem das Schweizer Eishockey noch nicht. Daher wird der Sportchef auch auf Wunsch des neuen Headcoachs weiter wie unter Jason O’Leary als Assistenztrainer tätig sein. So kann er Hanberg den Einstieg beim SC Langenthal erleichtern.

Hanberg war gestern für die Medien noch nicht verfügbar; er wird am Donnerstagnachmittag anlässlich einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt. Kommunizieren wird er auf Englisch; Deutsch spricht der Schwede nur gebrochen. «Wir sind überzeugt davon, dass er und der Verein in die gleiche Richtung gehen wollen», sagt Guyaz. «Wir denken, dass er mit seiner grossen Er­fahrung und seinen Fähigkeiten auch die Spieler weiterbringen wird.»

Heimdebüt am 16. August

Ende Juli wird der Schwede seine Arbeit beim SC Langenthal aufnehmen, am 11. August in Visp mit dem Team ein erstes Testspiel absolvieren. Erstmals in der Schorenhalle an der Bande stehen wird Hanberg am 16. August, wenn der SCL im Rahmen des neu geschaffenen Berner Cups auf den SC Bern trifft. Der Saisonstart in der neu Swiss League ­genannten zweiten Schweizer Spielklasse erfolgt am 14. September. Der Spielplan dürfte in Kürze veröffentlicht werden.

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