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Sie wollen den Nachwuchs an die Spitze bringen

Unter der Leitung der Region Oberaargau gehen der Donnerstagclub und der Club 88 Huttwil eine Partnerschaft ein. Ziel: Geld den Jungen geben, das bisher ungenutzt blieb.

Die Leichtathletikvereinigung profitiert von Fördergeldern. Damit steht sie aber fast allein da.
Die Leichtathletikvereinigung profitiert von Fördergeldern. Damit steht sie aber fast allein da.
Urs Baumann

Überall ist das Geld knapp. Das ist auch bei den Organisationen Donnerstagclub Oberaargau und Club 88 Huttwil nicht anders. Nur: Obschon die finanziellen Mittel für die Unterstützung regionaler Sportler begrenzt sind, wird das Geld doch nicht eingesetzt. Der Grund ist, dass sich fast niemand für die bestehenden Fördergefässe aufdrängt.

Das will die Arbeitsgruppe der Region Oberaargau nun ändern. Wie deren Präsident Fritz Aebi am Donnerstag beim Mediencafé verkündete, sei unter seiner Führung eine Arbeitsgruppe entstanden. Diese setzt sich gezielt für Förderprojekte im Nachwuchsleistungssport ein. «Wir haben viele erfolgreiche Oberaargauer Sportler – nur sind für sie die Fördermöglichkeiten zu wenig bekannt», sagte er. Zurzeit gibt es (noch) keine regionale Sportförderung.

Bis zu 5000 Franken

Der Donnerstagclub hat seinerseits unlängst die Mitgliederbeiträge von 1000 auf 1200 Franken erhöht, um pro Jahr 15 000 Franken an Fördergeldern für den hiesigen Nachwuchs bereitstellen zu können. Beim Club 88 sind es zwischen 3000 und 5000 Franken. Künftig soll ein Projektausschuss die eingehenden Anträge behandeln und Beiträge in der Höhe von jährlich 1000 bis 5000 Franken vergeben – je nach der Anzahl der im Projekt beteiligten Athleten.

Bisher hatten etwa die regionalen Orientierungsläufer während zehn Jahren von Fördergeldern profitieren können. Derzeit läuft lediglich ein Projekt mit dem Curlingteam und den Youngsters der Leichtathletikvereinigung Langenthal. Diese Zahl möchte die Arbeitsgruppe Sport der Region Oberaargau in naher Zukunft steigern.

Solides Fundament schaffen

Gleichzeitig zum Grundsatzentscheid für die Zusammenarbeit präsentierte die Region Oberaargau auch noch ein Reglement. Dieses hält fest, wer genau für ein Förderprojekt im Nachwuchsleistungssport infrage kommt. Angesprochen werden neben Einzelsportlern vor allem Mannschaften und Athletengruppen, die ein hohes Niveau ­erreichen möchten. «Wir wollen regionale Nachwuchssportler an die nationale Spitze führen», sagt Aebi. Die Projekte sollen dabei über eine Dauer von drei bis fünf Jahren laufen und können etwa spezielle Zusatztrainings umfassen. Bei der Projekteingabe müssen Athleten unter anderem ihr aktuelles Leistungsniveau beschreiben und nachweisen sowie Ziele, Perspektiven und Kosten aufzeigen können.

Der Arbeitsgruppe um Fritz ­Aebi, Remo Rudiger (Präsident Donnerstagclub) und Stephan Sägesser (Präsident Club 88) ist dabei bewusst, dass nicht jeder unterstützte Sportler zwingend nationales Spitzenniveau erreichen kann. Das sei auch gar nicht das Ziel. Ausschlaggebend für die drei sind nicht bloss gute Resul­tate, sondern ein solides Fundament mit guten Trainern und Ausbildnern. Auch das kostet Geld.

Ein Label fehlt noch

Falls bei der Arbeitsgruppe zu viele Anträge eingehen, «müssten wir auch Nein sagen können», so Aebi. Doch dass es dazu kommt, ist wohl vorderhand Wunschdenken. Denn zuerst geht es darum, die Oberaargauer Förderprojekte im Nachwuchsleistungssport nachhaltig bekannt zu machen.

Dafür wollen die Region Oberaargau, der Donnerstagclub und der Club 88 auch ein Label kreieren. Am gestrigen Mediencafé fehlte dieses noch. Es sei schwierig, alle Beteiligten auf einem ­Logo zu vereinen, so die Begründung. Doch das Label soll folgen, zusammen mit einer intensiveren Zusammenarbeit mit den Vereinen. Damit umso mehr regionale Nachwuchssportler national Spitze werden.

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