Zum Hauptinhalt springen

Viel Aufregung um «Drogenpfarrer»

Der neue Melchnauer Pfarrer ist kein Unbekannter. 2014 wurde er als Gehilfe eines Drogenkuriers festgenommen. Seine Vergangenheit, um die der Kirchgemeinderat weiss, hat ihn eingeholt.

Der neue Pfarrer von Melchnau war einst Gehilfe eines Drogenkuriers.
Der neue Pfarrer von Melchnau war einst Gehilfe eines Drogenkuriers.
Thomas Peter

Drei Jahre nach seiner Festnahme am Flughafen hat der heute 47-Jährige eine Festanstellung gefunden. In Melchnau, wo die 80-Prozent-Pfarrstelle nicht wie geplant besetzt werden konnte, amtet er seit Anfang Jahr. In verschiedenen Medien kommen anonyme Kirchgemeindemitglieder zu Wort, die sich daran stören, dass nicht über die Vergangenheit des «Drogenpfarrers» informiert worden sei.

Auf Anfrage bestätigt Kirchenratspräsidentin Chantal Lanz, dass die Exekutive schon vor der Anstellung Kenntnis hatte von der Vorgeschichte. Es seien Begleitmassnahmen getroffen und eine Supervision durch die Reformierte Kirche Bern-Jura-Solothurn organisiert worden. Als Stellvertreter sei er für ein Jahr angestellt worden. Ende des Jahres werde der Rat mit ihm eine Evaluation vornehmen und dann informieren.

«Wir kennen unsere Verantwortung und nehmen diese auch wahr.»

Chantal LanzKirchenratspräsidentin

«Wir kennen als Kirchgemeinderat unsere Verantwortung und nehmen diese auch wahr», so Lanz. Aktuell beantwortet nur die Präsidentin Fragen, «eine gemeinsame Entscheidung». Die Kirchgemeindemitglieder würden über ein eigenes Infoblatt und über die regulären Kirchgemeindeversammlungen über Anstehendes und Veränderungen in der Kirchgemeinde informiert.

Der frühere Subinger Pfarrer flog im Dezember 2014 auf, als er einen Drogenkurier aus Brasilien mit 2,2 Kilo Kokain im Gepäck abholen wollte. Er wurde im Sommer 2016 zu einer teilbedingten Strafe von 27 Monaten verurteilt.

cd

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch