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Wachsen lassen, was wächst

Redaktor Jürg Rettenmund zum Scheitern der Begegnungszone auf dem Brunnenplatz in Huttwil.

Der Brunnenplatz von Huttwil entstand 1834 nach einem Brand des Städtchens. Könnte man ihn heute neu anlegen, sähe er wohl kaum so aus, wie er sich nun ­präsentiert. Er ist sehr klein und kleinräumig. Kein Vergleich zum Stadtplatz von Aarberg. Dieser wird vom Netzwerk Altstadt gern als Vorbild für ein historisches Zentrum genannt, das seine Zukunft erfolgreich in die eigenen Hände genommen hat. Eine einzelne baumbestandene Brunnengruppe nimmt dort gleich viel Platz wie das ganze Areal rund um den Huttwiler Städtlibrunnen ein.

Die vielen unterschiedlichen Interessen setzen den Geschäftsleuten im Huttwiler Städtlikern Grenzen, mit denen sie täglich umgehen müssen. Nun zeigte der Versuch mit der Begegnungszone auch dem Gemeinderat diese Grenzen deutlich auf. Ein grosser Wurf, und wenn er noch so an den kleinen Brunnenplatz angepasst ist, scheitert an den vorhandenen Strukturen.

Diese Erkenntnis ist an und für sich nicht neu. Immerhin lag diesmal eine Lösung vor, über die sich alle rund um den Brunnenplatz einig waren: Die Parkplätze sollen vom Brunnen weg vor die Hausfassaden verlegt werden. Das ist eine Basis, auf der etwas Neues wachsen kann. Nun gilt es dieses Pflänzchen wachsen zu lassen.

Daneben muss man hoffen, dass dies und die Initiativen von Privaten reichen, damit sich der alte Städtlikern neben dem neuen Zentrum beim Bahnhof behaupten kann. Etwas ganz Grosses muss es auf dem kleinen Brunnenplatz ja zum Glück nicht werden – so gesehen kann sich dessen Kleinräumigkeit plötzlich als Vorteil erweisen.

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