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Warum die Fotos der Kita-Mitarbeitenden weg sind

Die Trägerschaft stellte die neue Kinder­tagesstätte in Huttwil am geplanten Standort vor. Die SP Hutt­wil unterstützt das Projekt mit einem Flugblatt.

Kita-Leiterin Sandra Wüthrich und Philippe Groux, Präsident des Trägerverein, in den neuen Kita-Räumen im Gesundheitszentrum.
Kita-Leiterin Sandra Wüthrich und Philippe Groux, Präsident des Trägerverein, in den neuen Kita-Räumen im Gesundheitszentrum.
Thomas Peter

Mit viel Unterstützung konnte der Verein Kinderbetreuung ­(Kibe) Region Huttwil an seinem Informationsmorgen auf der Parzelle der geplanten Kindertagesstätte aufwarten. Nicht nur Gemeindepräsident Walter Rohrbach (BDP) legte gemäss Mitteilung dar, warum der Gemeinderat die private Investition unterstützt.

Der Wyssacher Gemeinderat mit Ressort Bildung, Daniel Obrist, hob die Verantwortung Huttwils als Zentrumsgemeinde hervor. Diese Gemeinden würden in der Raumplanung bevorzugt; das verpflichte sie, Verantwortung zu übernehmen und solche Projekte zu realisieren.

Keine Alternative

Mehrere Huttwiler Gemeinde­räte, Gesamtschulleiter Pierre Zesiger, aber auch die Verantwortlichen von Kibe zeigten auf, warum andere Gemeindeliegenschaften für die Kita nicht infrage kommen. Nachdem gegen die Baulandabgabe für den Neubau das Referendum ergriffen wurde, muss die Gemeindeversammlung das Geschäft genehmigen.

Viele Unterzeichner sind Nachbarn, die Mehrverkehr befürchten. Ihnen hielten Anwohner des aktuellen Kita-Standorts im Fiechtenfeld entgegen, dass sie keine Mehrbelastung feststellten, zumal sich der tägliche Bring- und Abholverkehr auf je rund anderthalb Stunden am Morgen und am Abend verteile.

Adrian Lienhardt (SVP), Gemeinderat mit Ressort Bildung, hob hervor, dass die Verkehrsproblematik sich nicht auf das neue Projekt beschränke, sondern alle Schulstandorte im Städtli betreffe. Das Ressort Bildung habe den Handlungsbedarf erkannt.

Die 321 Unterzeichner sind schwer fassbar, da sie nicht als Gruppe organisiert sind. Namentlich bekannt ist lediglich Adrian Nyffenegger, den die Gemeindeverwaltung als Ansprechperson angibt. Dieser hält auf Anfrage bloss fest, dass auch nach dem Anlass Fragen offen seien. Nicht alle Gegner geben sich aber offenbar so zurückhaltend.

Der Verein Kibe hat die Namen und Fotos der Kita-Mitarbeitenden von der Website entfernt. Diese hätten sich zum Teil dumme Bemerkungen anhören müssen, begründet Kibe-Präsident Philippe Groux den Schritt. «Wer sich zu unserem Neubauprojekt äussern will, soll sich an die Verantwortlichen wenden.»

Attraktivität wird gesteigert

Sukkurs erhalten die Kita-Verantwortlichen von der SP-Sektion Huttwil. Sie lässt in diesen Tagen ein Flugblatt an alle Haushalte verteilen, mit dem sie zum Besuch der Gemeindeversammlung aufruft und ein Ja empfiehlt. Eine Kindertagesstätte sei ein Zeichen für eine attraktive Gemeinde, schreibt die Partei. Denn sie helfe, Beruf und Familie zu vereinbaren, mache Huttwiler Arbeitsplätze attraktiver und sorge damit für höhere Steuereinnahmen.

Philippe Groux ist es in diesem Zusammenhang wichtig zu betonen, dass eine Kindertagesstätte privat finanziert wird und nicht über Steuern, wie das zum Beispiel bei einem Kindergarten der Fall sei. «Wir bauen darauf, dass die Bevölkerung das nicht vermischt.»

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