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Oberländer fahren hinterher

ski alpinBeim JO-Vergleich der Region IR Mitte im Skigebiet Kleine Scheidegg dominierten die Fahrerinnen und Fahrer aus der Innerschweiz.

Die Ernüchterung und die Enttäuschung beim BOSV-Trainerstab waren nach dem Riesenslalomrennen vom Samstag gross. Er hätte sich den JO-Vergleich der Region IR Mitte im Skigebiet Kleine Scheidegg resultatmässig anders vorgestellt. «Mit Ausnahme eines dritten Ranges von Diana Bühler sind uns keine weiteren Spitzenränge gelungen», sagt Hans-Jürg Wanzenried, der Cheftrainer vom Skiteam Thunersee. Deprimierend sei für ihn aber auch gewesen, dass bei den Mädchen mit Lorena Käslin und Aline Danioth zwei Fahrerinnen des Zentralschweizer Skiverbandes (ZSSV) mit Jahrgang 1998 gewonnen haben. Auch die Ränge drei und vier eroberten sich die Innerschweizerinnen. Die Grindelwalderin Alexandra Seematter (1997) war die Beste des BOSV-Teams. «Mit ihrer Leistung waren wir einigermassen zufrieden», sagt Wanzenried, relativiert aber sogleich: «Ihr grosser Rückstand von 2,42 Sekunden darf jedoch nicht über die gute Klassierung hinwegtäuschen.» Auch von den bestandenen Fahrerinnen Deborah Gerber und Diana Bühler (beide Jahrgang 1997, Schwanden) hätten die Trainer mehr erwartet. Nicht nur die Ränge sieben (Gerber) und zehn (Bühler), sondern auch die Rückstände von mehr als drei Sekunden auf das Podest seien ernüchternd, sagt Wanzenried. Massnahmen gefordert Die Resultate der beiden Slalomläufe vom Sonntag waren praktisch identisch mit dem Vortag. Die ZSSV-Dominanz blieb eklatant. Im ersten Lauf belegten die Innerschweizerinnen die ersten fünf Ränge, wobei die erst 13-jährige Eliane Christen aus Andermatt mit Rang drei verblüffte. Aus Sicht der Oberländerinnen war die Fahrt von Zoë Herrmann (1998, Schönried) erfreulich. Ihr sechsten Rang, noch vor Gerber, durfte sich sehen lassen. Immerhin konnte sich Gerber im zweiten Slalomlauf mit Rang fünf rehabilitieren. Das Bestresultat der beiden Tage gelang indes Gerbers Klubkameradin Bühler (3.). Auch ihr Rückstand auf die grosse Dominatorin Danioth hielt sich im Rahmen. Nicht gelten lassen will Wanzenried die Aussage der Fahrer, dass der Schnee momentan für sie viel zu weich sei. «Wir vom BOSV-Trainerstab haben uns nach diesem Renntag zusammengesetzt und Ursachenforschung betrieben», sagt Wanzenried. Erfreulich sei die Reaktion von einigen Fahrerinnen gewesen, die von den Trainern verlangen, die Ansprüche bei den Trainings höher zu setzen, ergänzt Wanzenried. «Dies entspricht auch unseren Vorstellungen», sagt er. «Wir müssen von den Fahrerinnen und Fahrern mehr fordern.» So soll bei Zeitläufen in den Trainings der Wettkampf simuliert und damit der Druck auf die Athleten erhöht werden, sagt der Trainer. Zudem sollen auch die Selektionskriterien verschärft werden, um den Konkurrenzkampf zu fördern. Ein nächster Schritt Richtung erfolgreiche Zukunft will der BOSV mit dem Engagement eines neuen JO-/Juniorentrainers tätigen. Aber auch neue Strukturen seien jetzt gefragt, sagt Wanzenried. Peter VoegeliResultate Seite 24 >

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