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103-Jähriger wird gesichert

Seit letzten Sommer sind am Strandweg nach Faulensee mehrere Buchen umgestürzt. Damit der beliebte Uferweg auch in Zukunft bedenkenlos begangen werden kann, ist eine Sicherheitsholzerei nötig. Am Donnerstag wurden 20 kranke Bäume gefällt.

Ein Schnitt für die Sicherheit: Forstunternehmer Lukas Bürki fällte am Donnerstagmorgen am Strandweg Spiez–Faulensee auch diese Buche. Ein per Werkhof­traktor straff gespanntes Stahlseil sorgte dafür, dass der Baum in die gewünschte Richtung – hin zum Thunerseeufer – fiel.
Ein Schnitt für die Sicherheit: Forstunternehmer Lukas Bürki fällte am Donnerstagmorgen am Strandweg Spiez–Faulensee auch diese Buche. Ein per Werkhof­traktor straff gespanntes Stahlseil sorgte dafür, dass der Baum in die gewünschte Richtung – hin zum Thunerseeufer – fiel.
Jürg Spielmann

Lukas Bürkis Kettensäge heult ohrenbetäubend auf. Späne stieben. Die stattliche Buche, welche einst am Strandweg ihre Wurzeln schlug, fällt. Und sie bleibt wie gewünscht gegen das Ufer hin, quer über den Weg, liegen. «Wo genau willst du sie geschnitten haben?», fragt der Faulenseer Forstunternehmer sein Spiezer Gegenüber. Andreas Wolf, der stellvertretende Dienstchef Werkhof, wünscht den Schnitt dort, wo der Stamm weder den Weg noch dessen Nutzer behindert. Gesagt, gesägt.

«Sind die Bäume denn krank?», erkundigt sich eine Frau, die mit walkenden Kolleginnen am frühen Donnerstag den Fällbereich beim Frouebrünneli passiert. Andreas Wolf weiss, dass mit dem nötigen Gespür eingegriffen werden muss. Würde zu grosszügig gefällt, hätte die Bevölkerung dafür kein Verständnis. Natürlich wird entlang der 103-jährigen Flanierroute bis voraussichtlich Montag nicht aus purer Freude gearbeitet. «Gefährliche Buchen und Eschen müssen weg», erklärt Werkhofchef Markus Schärer.

Gemeinde entschärft die Lage

Er spricht vom «Entschärfen der Situation». Das tut er nicht ohne Grund: Seit letzten Sommer sind am beliebten Uferweg mehrere Buchen umgestürzt – eine latente Gefahr. Die Gemeinde ist für die Sicherheit am Strandweg verantwortlich, weshalb sie die Sicherheitsholzerei auch inszeniert hat. Seit Jahren schon hält sie bereits der instabile Fels der Bürgfluh auf Trab (siehe Kasten).

20 Bäume – im Beisein von Revierförster Stephan Luginbühl markiert – müssen weg. Davon acht Eschen beim Schattenbad. «Sie leiden an der Eschewelke, einem Pilz», weiss Andreas Wolf. Zumeist sind es Buchen, die gefällt und deren Kronen teils in den See abgelegt werden. Das geschieht in Absprache mit dem Fischereiinspektorat. Im versenkten Geäst sollen sich die Fische besonders gerne tummeln. Zwei prächtige Linden werden zudem mittels Helikoptereinsatz gekürzt. Ebenfalls wird Holz, das später im Werkhofofen landet, ausgeflogen. Das alles dürfte Anfang Woche passieren.

Während Lukas Bürkis Säge ein weiteres Mal aufheult, gibt Andreas Wolf noch etwas zu bedenken. «In der Natur besteht trotz Sicherheitsrodungen stets ein gewisses Restrisiko», lautet sein Appell an die Eigenverantwortung der Waldnutzer.

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