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13'000 Kilometer für das Kindeswohl

Das Angebot des Geburtshauses Simmental-Saanenland Maternité Alpine ist gefragt: Jedes zweite spontan geborene Kind aus der Region kam im Geburtshaus in Zweisimmen zur Welt.

Zur Besichtigung der Geburtshaus-Räumlichkeiten zeigten die Besucher zahlreich grosses Interesse. (Archivbild/ Fritz leuzinger)
Zur Besichtigung der Geburtshaus-Räumlichkeiten zeigten die Besucher zahlreich grosses Interesse. (Archivbild/ Fritz leuzinger)

Einer der Gäste an der vierten Generalversammlung des Geburtshauses Simmental-Saanenland Maternité Alpine Zweisimmen war ein ganz junger: Anina, die vor wenigen Monaten im ­Geburtshaus das Licht der Welt erblickt hatte.

Weiter konnte ­Präsidentin Anne Speiser 44 Genossenschafter begrüssen, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist.

Jede zweite Spontangeburt

Co-Leiterin der Maternité, Marianne Haueter, und Speiser erläuterten an der Versammlung die Nutzungsdaten des Geburtshauses. 51 Prozent der spontan geborenen Kinder aus der Region Obersimmental-Saanenland kamen in der Maternité Alpine zur Welt.

Die Nachfrage nach dem einzigen geburtshilflichen Angebot in der Region sei konstant. Das Geburtshaus, das 24 Stunden am Tag das ganze Jahr über offen ist, schliesse eine grosse Lücke in der Grundversorgung.

«Eindrücklich ist, dass die Hebammen für ihre Nachsorgebetreuung rund 13000 Kilometer zurückgelegt haben.»

Aus der Mitteilung derMaternité Alpine

Die meisten Frauen, die aus medizinischen Gründen nicht zur Geburt aufgenommen werden konnten, kehrten für die Wochenbettbetreuung in die Maternité Alpine zurück. Die Nachfrage nach dem geburtshilflichen Dienst sei ebenfalls gestiegen, besonders an den Wochenenden und nachts.

«Eindrücklich ist, dass die Hebammen für ihre Nachsorgebetreuung rund 13000 Kilometer zurückgelegt haben», schreibt die Maternité Alpine.

Spenden decken Defizit

Die Genossenschafter nahmen den Jahresbericht und die Jahresrechnung 2018 sowie den Revisorenbericht einstimmig an und entlasteten die Verwaltung. Auch das Budget 2019 wurde genehmigt.

Die Jahresrechnung schliesst mit einer Null. Das Betriebsdefizit von 210398 Franken konnte aus dem mit Spenden gespeisten Fonds gedeckt werden. Das höhere Betriebsdefizit als im Vorjahr erkläre sich durch weniger Aufnahmen von Frauen zur Geburt bei gleicher Nachfrage.

Wegen streng gehandhabter medizinischer Ausschlusskriterien hätten nicht alle Frauen aufgenommen werden können. Dazu kamen wie im Vorjahr nicht verrechenbare Leistungen von rund 21'000 Franken.

Damit der Fonds auch für die nächsten Jahre für weitere ungedeckte Kosten gespeist werden könne, seien grosse Anstrengungen gefragt.

«Die Maternité Alpine ist auf grosszügige Spenden angewiesen», schreibt die Genossenschaft. Der 2017 gegründete Förderverein mit Präsidentin Rosmarie Willener unterstützt die Maternité, der Verein sei ein wichtiges Bindeglied zwischen der Region und dem Geburtshaus und an vielen Märkten präsent.

Raumbedarf deponiert

Mit Ausblick auf das laufende Jahr berichteten Arzt Rudolf Minnig und Präsidentin Speiser von der intensiven Arbeit in den Arbeitsgruppen zum Campus Zweisimmen. Die Maternité Alpine habe ihren Raumbedarf bekannt gegeben.

Vorteilhaft für das Geburtshaus wäre es, die Synergien nutzen zu können. Die Genossenschaftsmitglieder erteilten dem Verwaltungsrat die Kompetenz für die Mitgestaltung in strategischen und finanziellen Fragen einstimmig.

Der gesamte bisherige Verwaltungsrat wurde wiedergewählt, als neues Mitglied konnte Tabi­tha Perreten-Perreten aus Lauenen gewonnen werden.

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