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2 Millionen Kubikmeter Kies in 30 Jahren

Da die Reserven im Abbaugebiet Eyfeld in 10 bis 15 Jahren erschöpft sein werden, soll der Kiesabbau im Gebiet Au 30 Jahre lang fortgesetzt werden.

jez
Im benachbarten Eyfeld baut die Vigier Beton Berner Oberland jährlich 100'000 Kubikmeter Kies ab. Die Reserven reichen noch für 10 bis 15 Jahre.
Im benachbarten Eyfeld baut die Vigier Beton Berner Oberland jährlich 100'000 Kubikmeter Kies ab. Die Reserven reichen noch für 10 bis 15 Jahre.
Claudius Jezella

Bereits im März stellte das Planungsbüro CSD Ingenieure die Pläne für eine Erweiterung des bestehenden Kiesabbaugebietes Eyfeld Richtung Südosten ins Gebiet Au vor, da die Reserven im Eyfeld gemäss Erläuterungsbericht der CSD Ingenieure bei der heutigen durchschnittlichen Abbaumenge von 100'000 Kubikmetern jährlich in 10 bis 15 Jahren aufgebraucht sein werden.

Im neuen rund 150 Meter Luftlinie vom Kieswerk Steinigand entfernt liegenden Gebiet plant die Vigier Beton Berner Oberland AG, die bereits seit über 60 Jahren in Wimmis Kies abbaut, mit einem Abbauvolumen von 2 Millionen Kubikmetern. Demnach diene die Erweiterung der «langfristigen Ver- und Entsorgung der Agglomeration Thun».

Denn hier soll nicht nur Kies abgebaut werden, sondern das Gebiet anschliessend auch wieder mit unverschmutztem Aushub- und Ausbruchmaterial wieder aufgefüllt werden. Für den Kiesabbau im neuen Gebiet ist ein Zeitraum von rund 25 Jahren vorgesehen, in fünf Etappen und ausgehend vom Jahr 2022.

Weitere 5 Jahre später soll die Grube wieder vollständig aufgefüllt und rekultiviert sein. Beansprucht wird eine circa zwölf Hektaren grosse Landwirtschaftsfläche, die nach dem Abbau auch wieder als solche zur Verfügung stehen soll.

Verkehrsaufkommen bleibt gleich

Da sich am aktuellen Abbauvolumen von 100'000 Kubikmetern pro Jahr nichts ändern soll, rechnen die Planer mit keinen Änderungen beim Verkehrsaufkommen. Die Erschliessung erfolge gemäss Erläuterungsbericht wie bisher über die Kantonsstrasse Spiezwiler–Wimmis.

Zwischen dem Kieswerk und dem geplanten Standort würden zudem eine neue Erschliessungsstrasse und ein Förderband erstellt. Dafür müssten 446 Quadratmeter Wald gerodet werden. Eine Ersatzaufforstung ist am Niesenhang vorgesehen. Begrenzt wird das Gebiet im Osten durch den Wald entlang der Kander (Au) und im Westen durch einen Wanderweg, der jedoch durch das Vorhaben nicht tangiert werde.

Allerdings müsse das Aubächli an der westlichen Grenze wegen des Abbaus umgelegt werden. Quasi als Gegenwert verpflichtet sich die Vigier Beton Berner Oberland, den Bach auf der Länge des Abbauperimeters «ökologisch aufzuwerten».

Das Amt für Gemeinden und Raumordnung habe laut CSD Ingenieure der Überbauungsordnung Kiesabbau Au in ihrem Vorprüfungsbericht vom 12. September 2017 unter Vorbehalt der Berücksichtigung ihrer Anträge zugestimmt und eine Genehmigung für die Baubewilligung in Aussicht gestellt.

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