200'000 Franken für Gadmer Lodge

Innertkirchen

Die Stimmberechtigten genehmigten die Beteiligung von 200'000 Franken am Genossenschaftskapital für das Entwicklungsprojekt Gadmer Lodge.

So soll die Gadmer Lodge dereinst aussehen. Die Gemeindeversammlung stimmte einer Beteiligung an der Genossenschaft zu.

So soll die Gadmer Lodge dereinst aussehen. Die Gemeindeversammlung stimmte einer Beteiligung an der Genossenschaft zu.

(Bild: pd)

Nebst der Verwaltungsrechnung 2017 war zweifellos die Beteiligung der Gemeinde mit 200'000 Franken an der Genossenschaft Gadmer Lodge das Traktandum, das die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am Donnerstagabend in grosser Zahl in die Mehrzweckhalle Gadmen lockte.

Projektleiter und Genossenschaftspräsident Thomas Huber liess die Entstehungsgeschichte des Projektes Gadmer Lodge nochmals Revue passieren. Als Bestandteil der touristischen Entwicklung der Gemeinde Innertkirchen, insbesondere des Nordic-Zentrums in Gadmen, soll das Tal für Einzelsportler, Familien, Firmen und Vereine aufgewertet werden.

Vertrauensbeweis

Die Investitionen von 3,2 Millionen Franken, basierend auf Unternehmerofferten, sind zu 95 Prozent gesichert, wie Huber mit Freude bekannt gab. Ansehnliche Beträge fliessen von verschiedenen Stiftungen und Fonds; ebenso gibts Darlehen, Beiträge von Bund und Kanton sowie einen Bankkredit über 900'000 Franken. Auch Genossenschaftsanteile wurden bereits für über 100'000 Franken gekauft. «Ein riesiger Vertrauensbeweis», konstatierte Huber mit Freude.

Das Lehrerhaus gab zu reden

Zur Hotel- und Restaurationsanlage mit 66 Betten und 70 Restaurantplätzen im Innenbereich respektive 50 auf der Terrasse wird das nicht mehr in Betrieb stehende Schulhaus umgebaut. Das angrenzende Lehrerhaus muss einem Neubau weichen. Über die Art und Weise, wie das Lehrerhaus, das in der Anlagenbuchhaltung der Gemeinde mit null Franken aufgeführt ist, ­quasi gratis in den Besitz der Genossenschaft gelangte, entstand eine lebhafte Diskussion.

Gemeindepräsident Walter Brog und Projektleiter Huber mussten sich den Vorwurf gefallen lassen, diesen Fakt in frü­heren Orientierungen zu wenig explizit erklärt zu haben. Trotzdem stimmten die 57 anwesenden Stimmbürgerinnen und -bürger der Beteiligung mit 200'000 Franken am Genossenschaftskapital mit Applaus zu.

Günstige Einflüsse

Die Jahresrechnung 2017 schloss im Gesamthaushalt mit einem ­Ertragsüberschuss von 239'337 Franken um rund 217'000 Franken besser ab als budgetiert. Dazu geführt haben bessere Steuer­einnahmen, weniger Ausgaben bei Bildung und Tourismus sowie eine nicht mehr geschuldete Zahlung im Finanzausgleich, wie Finanzverwalter Bernhard Jakob darlegte.

«Wir sind froh, unsere Finanzen auf solider Basis zu ­wissen», stellte Ressortvorsteher Hansueli Moser zufrieden fest. «Es stehen in den nächsten Jahren noch einige grosse Investitionen in die Infrastruktur an, die das Eigenkapital von 7,4 Millionen Franken massiv beanspruchen werden.» Ein Grossprojekt, die neue ARA, konnte mittlerweile abgeschlossen werden und wird der Bevölkerung am Samstag, 23. Juni, mit einem Tag der offenen Tür vorgestellt.

Berner Oberländer

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