Blausee-Parkplatz erfordert Zonenplanänderung

Kandergrund

An der Teuffematti hat die Blausee AG letzten Sommer einen neuen Parkplatz erstellt. Damit er bleiben kann, ist eine Anpassung des Zonenplans nötig.

Der Schotterparkplatz ist bereits angelegt und stets dann in Betrieb, wenn es auf dem Hauptparkplatz eng wird.<p class='credit'>(Bild: Nik Sarbach)</p>

Der Schotterparkplatz ist bereits angelegt und stets dann in Betrieb, wenn es auf dem Hauptparkplatz eng wird.

(Bild: Nik Sarbach)

Der Blausee ist als Ausflugsziel in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Das Idyll verzeichnet praktisch jährlich neue Besucherrekorde. Was die Betreiber des Naturparks freut, hat auch seine Kehrseite: An sonnigen Wochenenden sind die Blausee-Parkplätze oftmals zum Bersten voll, wartende Fahrzeuge blockieren die Hauptstrasse, es bilden sich Rückstaus.

«Die Verkehrssituation führte immer öfter zu Reklamationen», sagt der Kandergrunder Gemeindeschreiber Martin Trachsel. Vertreter der Gemeinde und der Blausee AG setzten sich daher erstmals im Sommer 2017 gemeinsam mit dem Regierungsstatthalter an einen Tisch. Und fanden eine Lösung: Im Gebiet Teuffematti, rund 200 Meter oberhalb der Einfahrt zum Hauptparkplatz, konnte die Blausee AG einen zusätzlichen Parkplatz erstellen. Der Bau erfolgte bereits im Frühling 2018, seither ist der sogenannte Überlaufparkplatz jeweils dann in Betrieb, wenn der Hauptparkplatz voll ist.

Nur provisorisch bewilligt

Aktuell liegt bei der Gemeinde Kandergrund eine Zonenplanänderung zur Mitwirkung auf, welche genau den Überlaufparkplatz betrifft. Dieser befindet sich aktuell nämlich in der Landwirtschaftszone. Weshalb war der Bau dann überhaupt möglich? Martin Trachsel erklärt: «Die Gemeinde hat den Parkplatz provisorisch für drei Jahre bewilligt. Damit der Parkplatz danach bestehen bleiben kann, ist eine Änderung der Überbauungsordnung notwendig.»

Kein neues Bauland

Angedacht ist folgendes Vorgehen: Gut 400 Quadratmeter Land der angrenzenden Wohn- und Gewerbezone im Gebiet Teuffematti werden der Bauzone für den Parkplatz zugeteilt. Zusätzlich werden gut 1700 Quadratmeter Land von der Landwirtschaftszone in die Bauzone überführt. Als Kompensation werden ebenfalls gut 1700 Quadratmeter Bauland im Bereich der Blausee-Fischzucht neu der dort angrenzenden Landwirtschaftszone zugeteilt. Unter dem Strich entsteht also kein neues Bauland. Der Parkplatz wird auch künftig nicht asphaltiert, sondern behält den «sickerfähigen Belag», wie dem Erläuterungsbericht zu entnehmen ist, also Schotter. So sehen es die Überbauungsvorschriften vor.

Für die Blausee AG bedeute die Auszonung von Bauland bei der Fischzucht indes keinen Verlust, sagt Gastgeber Janis Buergi: «Ein Ausbau der Fischzucht war ohnehin nicht vorgesehen.» Die Mitwirkung zur Zonenplanänderung läuft noch bis Donnerstag.

Berner Oberländer

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt