Aeschi

Das Theater zieht dreimal um

AeschiAn der 27. Theateraufführung der Frutigtaler Spiellüt sind siebzehn Spieler im Einsatz. Darunter auch Neueinsteiger. Sie geben fünf Vorstellungen des Vierakters «Wolke über em Schwand».

Wem gehört die Waffe? (v. l.) Der Polizist (Ueli Inniger), Theres (Iris Thomann), Hans (Benjamin Reichen) und Ida (Ruth Portenier).

Wem gehört die Waffe? (v. l.) Der Polizist (Ueli Inniger), Theres (Iris Thomann), Hans (Benjamin Reichen) und Ida (Ruth Portenier). Bild: Rösi Reichen

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Das diesjährige Theaterstück der Frutigtaler Spiellüt beginnt mit einem Missgeschick: «I ha mi verpfuuset», ärgert sich der Knecht Hälmi (Michael Martins), und er weckt auch den meist gut gelaunten Fremdarbeiter Carlo (Martin Grossen). Im Volksstück in vier Akten von Franz Bühler mit dem Titel «Wolke über em Schwand» führt André Luginbühl Regie. Er erzählte, dass es immer viele Interessenten zum Theaterspielen gebe, die gleich nach den Sommerferien mit dem Proben begännen, am Anfang einmal wöchentlich, dann zweimal. Eine besondere Herausforderung sei jeweils die «Züglete» der drei verschiedenen Bühnenbilder von Aeschi nach Reichenbach, Kandergrund und Spiez auf zwei grossen Anhängern.

Die Besucher müssen besonders zu Beginn des Stücks aufmerksam sein, damit sie den Einstieg mit den siebzehn Laienschauspielern – acht Frauen und neun Männern – nicht verpassen. Dreimal treten Mutter, Vater und Tochter auf. In diesen Familien ist schon die nächste Generation vom Theaterspielvirus angesteckt.

Geld, mehr Geld

Für Bauer Imboden (Adolf Bühler) gibt es nichts Schöneres als Geld. Gemeinsam mit seinem Sohn Franz (Hans Rebmann) hat er es sich zum Ziel gemacht, Herr über das ganze Schwandgebiet zu werden. Ihr Plan ist einfach, und sie gehen beim Unterfangen (fast) über Leichen. Franz wird auf dem Hof Birkeschwändli eingeschleust, wo er Bethli (Sophia Reusser), der Tochter der verwitweten Bäuerin Agnes (Hanna Reusser), den Hof macht und sich mit der Heirat den Bauernbetrieb ergattern will.

Allerlei üble Tricks und Hinterhältigkeiten sollen ­ihnen helfen, ihr Ziel zu erreichen. Aber sie haben die Rechnung ohne die resolute Magd Rägel (Marianne Wenger) und weitere Personen aus der Umgebung gemacht. Markante Aussagen wie «Wenn du so gross wärst wie dumm, könntest du dem Mond einen Kuss geben» oder «Der Anfall von schlechtem Gewissen ist sicher bald wieder vorbei» bringen Würze ins Theater. Zuletzt siegt doch noch die Gerechtigkeit, wie im Sprichwort: «Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.»

Aufführungen Aeschi: Freitag, 10. November, um 20 Uhr und Sonntag, 12. November, um 13.30 Uhr im Gemeindesaal. Reichenbach: Mittwoch, 15. November, um 20 Uhr im Kirchgemeindesaal. Kandergrund: Freitag, 17. November, um 20 Uhr in der Turnhalle. Spiez: Mittwoch, 22. November, um 20 Uhr im Lötschbergsaal.

Vorverkauf bei der Raiffeisenbank Frutigland, Telefon 033 672 42 42. (Berner Oberländer)

Erstellt: 10.11.2017, 12:14 Uhr

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