Ab 2020 gibts einen neuen Besoldungsmodus

Gstaad

An der Kirchgemeindeversammlung Gstaad wurden die Änderungen im neuen Landeskirchengesetz vorgestellt.

Pfarrer Bruno Bader erläuterte als Synodalratsdelegierter der Versammlung das neue Landeskirchengesetz.

Pfarrer Bruno Bader erläuterte als Synodalratsdelegierter der Versammlung das neue Landeskirchengesetz.

(Bild: Verena Holzer)

Am 1. Januar 2020 tritt das neue Landeskirchengesetz in Kraft. Danach werden die Pfarrpersonen vom Synodalrat und nicht mehr vom Kanton bezahlt. Im 19. Jahrhundert hat dieser von den Kirchen Ländereien übernommen und sich als Gegenleistung verpflichtet, 197 Pfarrstellen zu besolden.

Dieses Dekret hat heute noch Gültigkeit. «Aber wir haben heute 500 Pfarrstellen. Der Kanton unterstützt die Kirchgemeinden daher mit Beiträgen für erbrachte Leistungen von gesamtgesellschaftlichem Interesse», erklärte der Synodalratsdelegierte Bruno Bader im Kirchgemeindehaus Gstaad.

Alle vier Jahre werden diese Leistungen überprüft und die Zahlungen neu festgelegt. Die kirchlichen Angebote würden jedoch keine Änderungen erfahren, ergänzte Bader.

Breites Angebot für alle

«Nicht nur dem Kanton, auch uns ist das gesellschaftliche Zusammenleben viel wert», sagte Kirchgemeinde- und Kirchgemeinderatspräsidentin Brigitte Zahnd. Nach der gelungenen Fusion sei die gemeinsame Organisation gut angelaufen.

Sie habe vor allem den Vorteil, dass jede der drei Kirchen von einer Pfarrperson betreut werden könne. Altersgottesdienste und Kirchenkaffees bei den Bäuert-Gottesdiensten sind zum Bedürfnis geworden.

Auch Führungen sind beliebte Treffpunkte. Im Moment wird im Kirchgemeindehaus Gstaad der Reformationsgarten zum 500-Jahre-Zwingli-Jubiläum errichtet. Er ist vom 3. bis 17. November geöffnet.

Es gibt auch für Kinder und Jugendliche ein breites Angebot. «Jeder Verein betreibt Nachwuchsförderung. Wenn wir uns nicht damit befassen, leben wir in 50 Jahren in einer Seniorenlandschaft», erklärte Zahnd.

Die Sekretärin Silvia Bircher ergänzte, dass die Austrittsrate noch unbedeutend sei, aber die Geburten in der Kirchgemeinde geringer als die Todesfälle.

Guter Rechnungsabschluss

Stefan Friedli präsentierte den 25 Stimmberechtigten die Rechnung. Sie schliesst, bei einem Aufwand von 2,72 Millionen, mit einem Ertragsüberschuss von 337 Franken ab. Das ist eine Besserstellung gegenüber dem Budget von 199'082 Franken. Die gebundenen Nachkredite betragen 9'583 Franken.

Die Nachkredite von 43'085 Franken fallen in die Ratskompetenz. Die Rechnung wurde einstimmig angenommen. Ebenso einstimmig wurden übrige Abschreibungen von 765'979 Franken gutgeheissen. «Das ist ein gutes Resultat, aber die nächste Renovation kommt bestimmt», warnte die Präsidentin vor möglicherweise aufkommender Euphorie.

Berner Oberländer

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