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Angetroffen: Christian Hulliger im und neben dem Sägemehl

Er stand schon mit 10 Jahren im Sägemehl, heute ist ist er Präsident der Oberländischen Schwingerverbandes. Der Schwingsport bestimmt das Leben des Brienzers Christian Hulliger.

Samuel Günter 
«Man muss vom Schwingen angefressen sein», meint Hulliger zur Grundvoraussetzung für sein Amt.
«Man muss vom Schwingen angefressen sein», meint Hulliger zur Grundvoraussetzung für sein Amt.
Samuel Günter

Das Schwingen wurde dem Brienzer Christian Hulliger in die Wiege gelegt: Schon sein Vater brachte mehrere Kränze nach Hause. Mit 10 Jahre begann Hulliger mit dem Schwingen, das ihn seither stets begleitet.

24 Jahre stand er selbst als Jungschwinger und anschliessend als Schwinger im Sägemehl, brachte es auf sieben Kränze und konnte an drei «Eidgenössischen» teilnehmen. «Dort reichte es leider nicht zum Kranz», meint er.

Schon während der Aktivzeit übernahm er bei seinem Heimclub verschiedene Ämter, zuletzt das des Präsidenten. Es folgte der Wechsel in den Verband. Dort kümmerte er sich erst um die Finanzen.

2013 übernahm er dann das Präsidium des Oberländischen Schwingerverbandes, und als Präsident eines Gauverbandes nehme man auch Einsitz im Vorstand des Bernisch-Kantonalen Schwingerverbandes, erklärt Hulliger. Dort kümmerte er sich als Kassier wiederum um die Finanzen.

«Man muss vom Schwingen angefressen sein», meint er zur Grundvoraussetzung für ein solches Amt. Denn der Arbeitsaufwand ist nicht zu unterschätzen. «Und er nimmt zu. Denn das Schwingen boomt.» Das sei ja eigentlich erfreulich. Aber neben dem Schwingen bleibt wenig Freizeit.

Während der Saison sowieso nicht, und dazwischen wartet viel administrative Arbeit. «Und der Präsident sollte sich auch ab und zu in den Schwingkellern zeigen.» Der gelernte Metzger und Maurer ist froh, dass er mit dem kantonalen Tiefbauamt, wo er als Gruppenführer tätig ist, einen flexiblen Arbeitgeber hat. Die wenige verbleibende Freizeit gehört dem Ausdauersport: Langlauf, Mountainbike, Rennrad- und Skifahren.

Der grosse Aufwand erschwere die Suche nach ehrenamtlichen Funktionären. «Für die meisten Vorstandschargen geht es noch», meint Hulliger. «Aber neue Präsidenten zu finden, ist schwierig geworden.» Er weiss, wovon er spricht. Denn der Vater von drei erwachsenen Kindern ist auf der Suche nach einem Nachfolger. «Nicht für heute oder morgen, aber so in drei Jahren wäre ein Wechsel angebracht und sinnvoll.»

Er sei stolz auf «seinen» Verband. Die Oberländer stellen zurzeit zwei Könige, mehrere «Eidgenossen» und eine starke Garde Kranzschwinger. «Wenige Verbandspräsidenten konnten das je von sich behaupten und so intensiv erleben», meint er lachend. «Gute Junge stossen nach. Aber die jetzige Situation ist wahrscheinlich einmalig. Das müssen wir uns bewusst sein.»

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