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Auf der Suche nach wahren Perlen der Natur

Heidy Mumenthaler zeigt in der Spitalgalerie in Frutigen Fotos wildwachsender Orchideen.

Heidy Mumenthaler will die Freude an wild wachsenden Orchideen in einer Ausstellung im Spital Frutigen teilen. Foto: Rösi Reichen
Heidy Mumenthaler will die Freude an wild wachsenden Orchideen in einer Ausstellung im Spital Frutigen teilen. Foto: Rösi Reichen

Heidy Mumenthaler wohnt in Spiez, ist 54 Jahre alt und hat im wahrsten Sinn des Wortes ein «Büro aufgemacht». Sie ist seit 20 Jahren freie Mitarbeiterin des Berner Oberländer und des Thuner Tagblatts, wo sie vorwiegend Berichte zu kulturellen Themen wie Konzerte, Theater, Vernissagen verfasst. Die vielseitige Künstlerin musiziert, dirigiert, fotografiert, arbeitet gerne im Garten und erledigt allgemeine Schreibarbeiten.

Sie weiss, wo köstliche Pilze zu finden sind, und versteht sich ebenso aufs Fischen. Das Fanggut wird von ihr, der begeisterten Hobby-Köchin, delikat zubereitet. In der Freizeit weilt sie am liebsten in der Natur und hat stets ihre Kamera mit dabei. Gerne wandert sie zu den hoch gelegenen Bergseen. Insbesondere erlebt sie den Gelmersee und dessen stimmungsvolle Ruhe als Kraftort, den sie häufig aufsucht.

Heidy Mumenthaler ging viele Jahre mit ihren Eltern in die Berge auf Mineraliensuche und teilte die Vorliebe der Naturfotografie mit ihnen. Die Hobbyfotografin und ihr ebenfalls mit der Kamera ausgerüsteter Vater wetteifern weiterhin bei der Suche nach den trefflichsten Sujets. Mumenthaler liebt das Abbilden der Blumen, insbesondere sind es eine Auswahl der in der Schweiz vorkommenden 75 Orchideenarten, deren Standorte sie sucht und findet.

Die wildwachsende Blütenpracht haben klingende Namen wie Frauenschuh, Waldvögelein Holunder-Fingerwurz, Purpur-Knabenkraut, Weisse Sumpf-Stendelwurz, Pflugschar-Zungenstendel, Hummel -Ragwurz, um nur einige zu nennen. Wie alle Wildblumen sind die Orchideen in der Natur unscheinbarer und kleinblütiger als ihre grösseren, gezüchteten Verwandten. Das tut ihrer Schönheit jedoch keinen Abbruch.

Das Glück des Moments

Für ihre zweite Ausstellung, nach jener im 2019 in der Bibliothek in Spiez, hat Heidy Mumenthaler auch neue Fotos ihrer Frankreich- und Spanien-Reise ausgesucht, unter anderem aufgenommen mit Makro-Objektiv in brillanten Farben.

Die Wunderwerke der Natur können dadurch noch besser betrachtet werden und kommen in den vielen Varianten und Farbabstufungen von Weiss zu den unterschiedlichen Gelbtönen, zartem Rosa, bis zu leuchtendem Rot und kräftigem Violett hervorragend zur Geltung.

Die auffälligen Muster der Blüten sind damit noch besser zu erkennen. Die Hobbyfotografin weiss um das Glück des Moments, der sie innehalten lässt, staunend vor Freude und Dankbarkeit ob der Fülle solch leuchtender Blumenpracht: «Mit der Kamera zur rechten Zeit am rechten Ort sein, um Unscheinbares sichtbar zu machen», sagt sie bescheiden.

Vom 1. Februar bis 28. April stellt Heidy Mumenthaler in der Praxisgalerie im Erdgeschoss des Spitals Frutigen 30 Fotos aus ihrer Sammlung aus. Vernissage am Mittwoch, 19. Februar um 16 Uhr. Weitere Infos: www.heidy-mumenthaler.ch

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