Baustart zum neuen Wasserkraftwerk erfolgt

Reichenbach

Am Dienstag wurde im Rahmen einer kleinen Feier mit den Bauarbeiten begonnen. Die Anlage soll ab März 2020 in Betrieb sein.

In Reichenbach starteten heute die Bauarbeiten für das neue Wasserkraftwerk Howald (Archivbild).

In Reichenbach starteten heute die Bauarbeiten für das neue Wasserkraftwerk Howald (Archivbild).

(Bild: Bruno Petroni)

Der am 6. Juni von der Gemeindeversammlung beschlossene 1,2-Millionen-Kredit für die finanzielle Beteiligung der Gemeinde an einer neuen Aktiengesellschaft zeigte seine Folgen. Am Dienstag fand der offizielle Baustart für das Wasserkraftwerk Howald statt. Die neue AG wird von der Brunnengenossenschaft Wengi «Läheweid» und von der Einwohnergemeinde betrieben.

Bei der kleinen Feier, welche nach einem heftigen Gewitter stattfand, konnte Daniel Lauener, Präsident der Brunnengenossenschaft, zahlreiche Gäste begrüssen. Darunter befanden sich Vertreter der Brunnengenossenschaft Wengi, der Gemeindeobmann Hansueli Mürner, Vertreter der Reichenbacher Bauunternehmungen, der Planungsfirma und des kantonalen Amtes für Wasser und Abfall.

Energiebezug gesichert

Daniel Lauener blickte nochmals zurück. «Es war ein langer Weg bis zum heutigen Tag. Zuerst mussten wir uns Klarheit über das Projekt verschaffen und reichten 2011 das erste Baugesuch ein, welches aber wegen einer fehlenden Schutzzone nicht akzeptiert wurde.»

Die Eingabe sei daher 2015 zurückgezogen worden. «Das aktuelle Baugesuch wurde nach Verhandlungen mit der Gemeinde neu durch die Brunnengenossenschaft im Dezember 2016 gestellt. Die Bewilligung erfolgte diesen März. Ab jetzt wird gebaut.»

In Parallelarbeiten laufe der Leitungsbau bis Ende Jahr, und in den Wintermonaten werde die Zentrale mit einer Turbine erstellt. Der Betrieb werde Ende März 2020 aufgenommen.

Für Lauener bedeutet der Spatenstich eine grosse Erleichterung. «Mit der neuen Wasserableitung ist der Bezug für die Alpwirtschaftsbetriebe und die Abnehmer in Wengi über Jahrzehnte gesichert. Zusätzlich können als Nebenprodukt circa 500'000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden.»

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