Brienzersee Rockfestival präsentierte Europe

Brienz

Gründe, das Rockfestival am See zu besuchen, gab es viele. Ein Hauptgrund dürfte der Auftritt der Band Europe gewesen sein.

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«Die neue Supergruppe Europe greift nach den Sternen. Mit ‹The Final Countdown› dürfte die Weiche bestens gestellt sein. Die Band bewegt sich auf der Schiene Bombast-Hardrock mit starken Keyboardeinlagen. Sie besitzt mit Joey Tempest einen Sänger mit ausgeprägter Heavy-Rock-Stimmlage und hervorragender optischer Bühnenpräsentation.» So steht es im Fachblatt «Metal Hammer». Und zwar im Jahr 1986. Es war das Jahr der Tschernobyl-Katastrophe, die Raumfähre Challenger explodierte, in Basel brannte es beim Chemiekonzern Sandoz. Reinhold Messner hatte alle 14 Achttausender bestiegen. Und Europe startete durch, in 26 Staaten kam «The Final Countdown» in den Charts auf Platz eins.

Ein Jahr nach dem Erscheinen von «The Final Countdown» ergriffen am oberen Ende des Brienzersees Rockfans die Initiative und organisierten ein Festival. Europe war, so Marketingchef Christian Grossmann, schon lange eine Wunschband des ehrenamtlichen Organisationskomitees des Brienzersee-Rockfestivals mit Urs Peter Fischer, der für das Booking der Bands zuständig ist. 2019 passte es: Europe kam und sorgte am oberen Ende des magischen Sees für perfekt gestylten Hardrock. Ein sehr fitter Joey Tempest hat sich die hervorragende optische Bühnenpräsentation bewahrt und tanzte den Rock mit seinem weissen Mikrofonständer. In Brienz sorgte die Band für ein ausverkauftes «Haus». 3000 Besucher kamen, mehr würde das besondere Festivalgelände mit dem grossen Musikzelt nicht vertragen.

11'500 Arbeitsstunden

Grund für den Besuch am dreitägigen Festival konnte auch einfach die Stimmung sein. Sonnenuntergänge am naturbelassenen Seeufer, Rockfans aller Altersstufen, was optisch mit entsprechenden T-Shirts sichtbar gemacht wurde. Wer mit ganz verschiedenen Festivalbesuchern ein bisschen Kontakt aufnehmen wollte, benützte die kleinen Shuttlebusse, die Besucher gratis vom Bahnhof oder vom rund zehn Minuten entfernten Parkplatz aufs Festivalgelände brachten. Die Fahrer waren geduldig und sorgten für gute Laune. Sie leisteten ihren Teil an die 11'500 Arbeitsstunden, die Freiwillige für das Festival eingesetzt haben. Viele von ihnen waren mit «Festival Rocker 32» angeschrieben, und sie sorgten unter anderem, zusammen mit den doch umweltbewussten Besuchern, für ein sauberes Festivalgelände. Dieses Jahr konnten zum ersten Mal Konsumationen – die Verpflegung war bestens – mit Kreditkarte bezahlt werden. Ein bisschen für Verwirrung sorgte der neue Rückgabemodus für Aludosen und PET-Flaschen.

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