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Chefärztin sucht Geld für Studie

Opiatentzug unter Narkose? Patricia Manndorff, Chefärztin Anästhesie und Intensivmedizin, stellte die Methode dem Patronatskomitee der Stiftung Spital Interlaken vor.

Patricia Manndorff, Chefärztin Anästhesie und Intensivmedizin am Spital Interlaken. Im Hintergrund besichtigen Mitglieder des Patronatskomitees Stiftung Spital Interlaken die neuen Aufwachräume.
Patricia Manndorff, Chefärztin Anästhesie und Intensivmedizin am Spital Interlaken. Im Hintergrund besichtigen Mitglieder des Patronatskomitees Stiftung Spital Interlaken die neuen Aufwachräume.
Anne-Marie Günter

Opiate: In den USA sind sie ein grosses Problem. In der Schweiz heute weniger, weil der Einsatz von Opiaten zur Schmerzbekämpfung sorgfältig gehandhabt wird und weil wegen der Substitutionsabgabe (Methadon) die Beschaffungskriminalität von Süchtigen abgenommen hat und damit das Problem weniger öffentlich ist. Das Ziel, auch das von Patricia Manndorff, Chefärztin Anästhesie und Intensivmedizin am Spital Interlaken, wäre aber, die Opiatabhängigkeit zu heilen.

Was Opiate im Hirn anrichten

Sie hat die Methode des israelischen Arzt André Waismann kennen gelernt und hat in Interlaken als Pilotprojekt in einem Team 107 Patienten entsprechend behandelt. Mit «vielversprechenden Resultaten».

Sie erklärte am Treffen der Stiftung Spital Interlaken, was Opiate im Hirn anrichten. Es hört auf, Endorphine (körpereigene Opioide) zu produzieren, wenn viel stärkerer Wirkstoff zugeführt wird. Dazu baut es immer mehr Rezeptoren auf, welche das Opiat binden.

In der sogenannten Accelerated Neuroregulation wird einem Teil dieser Rezeptoren ein Opiatantagonist angedockt, sodass sie blockiert sind. Dies erfolgt unter Narkose. Die Stiftung Spital Interlaken hat die Fertigstellung des Studienprotokolls für das Pilotprojekt unterstützt. Inzwischen hat der Nationalfonds eine weiterführende, wissenschaftliche Studie abgelehnt. Patricia Manndorf möchte aber nicht aufgeben und sucht nach einem wissenschaftlich legitimierten Team und Finanzen.

Wirbelsäule im 3-D-Bild

Die Stiftung Spital Interlaken hat 2016 zudem die Anschaffung eines 3-D-Bildumwandlers übernommen, der bereits während der Operationen an der Wirbelsäule perfekt sichtbar macht, dass alles an der richtigen Stelle platziert ist. Sie bewilligte einen Beitrag zur künstlerischen Gestaltung des Hauses K. Zudem unterstützte sie die Informationskampagne Palliative Care im Einzugsbereich des Spitals Interlaken.

An der Informationsveranstaltung für das Patronatskomitee, dem am Gedeihen des Spitals Interlaken besonders interessierte Personen angehören, orientierte Stiftungsvizepräsident Robert Grau über diese Projekte und die Finanzen der Stiftung. Chirurgiechefarzt Gregor Siegel stellte mit Bildern endoskopische Eingriffe in der Bauchhöhle vor.

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