Zum Hauptinhalt springen

Ammann: «Wir sind in der Nachspielzeit der Verlängerung»

Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann skizzierte die Konsequenzen, falls die TALK AG nicht zustande kommt: Ab Oktober gäbe es keine Beherbergungsabgaben mehr vom Kanton.

Volkswirtschafsdirektor Christoph Ammann bei seinem Auftritt in der Lenk.
Volkswirtschafsdirektor Christoph Ammann bei seinem Auftritt in der Lenk.
Markus Hubacher

Er wisse, wovon er rede: «Ich stamme selber aus einer Region, die den Zusammenschluss mit einer grossen, der Jungfrau­region, durchgemacht hat. Das Haslital profitiert heute von den Asiaten, die durch Interlaken flanieren und etwa in Meiringen nächtigen.»

Regierungsrat Christoph Ammann, früher selber Gemeindepräsident von Meiringen und Rektor am Gymnasium Interlaken, sprach von den Chancen, die sich durch die Gründung einer Vermarktungsorganisation ergeben. «Dieser Prozess ist in anderen Regionen längst abgeschlossen.»

Der Volkswirtschaftsdirektor skizzierte an der Lenk klar die Vorgaben der kantonalen Politik zur Bündelung der Kräfte im touristischen Wettbewerb. Von den sechs Marketinggebilden im Kanton Bern, welche vom Rückfluss der Beherbergungsabgaben profitieren können, liegen drei im Oberland. Es sind dies die Jungfrauregion, Gstaad-Saanenland und das noch offene Gebilde Oberland-Mitte.

Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit stärken

Dieser Verein hat einer Projektgruppe unter der Leitung der Firma Hanser und Partner den Auftrag gegeben, das Konzept einer Destinationsverdichtung zu entwerfen – mit dem Ziel, die Tourismusorganisation Adelboden-Lenk-Kandersteg (TALK) zu gründen. «Der Kanton will die Destinationen stützen. Es geht darum, die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit zu stärken. Und dazu gehören die Vermarktungsorganisationen.»

Dem Verein Berner Oberland Mitte habe man eine Fristerstreckung bis Ende 2016 gewährt, um den Prozess abschliessen zu können. «Nun sind wir in der Nachspielzeit der Verlängerung angelangt», wies Ammann auf eine Parallele aus der Fussballwelt hin.

Der Volkswirtschaftsdirektor verhehlte nicht, dass ein Zusammenschluss auch mit Risiken verbunden ist: «Er ist kein Wundermittel und muss wachsen. Man muss verschiedene Kulturen zusammenbringen und damit rechnen, dass es Kinderkrankheiten gibt.» Falls die TALK AG nicht zustande kommt, gehen der Region Oberland-Mitte ab Oktober Beherbergungsabgaben in der Höhe von 400'000 Franken verloren.

sp

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch