Thun

Das Derbyfieber grassiert

ThunAm Mittwoch tritt der FC Thun gegen YB an. Die Thuner kämpfen gegen den Abstieg, die Berner wollen bald Meister werden. Die Stockhorn-Arena könnte endlich wieder ausverkauft sein.

Da war die Arena zum bisher einzigen Mal ausverkauft: Szene aus dem Derby vom 10. Dezember 2011 – der Thuner Stipe Matic schiesst am Tor vorbei.  Bei YB verteidigen nebst Alain Nef (rechts) der heutige Sportchef Christoph Spycher und Goalie Marco Wölfli.

Da war die Arena zum bisher einzigen Mal ausverkauft: Szene aus dem Derby vom 10. Dezember 2011 – der Thuner Stipe Matic schiesst am Tor vorbei. Bei YB verteidigen nebst Alain Nef (rechts) der heutige Sportchef Christoph Spycher und Goalie Marco Wölfli. Bild: Patric Spahni

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18. April 2018. Die Affiche: Marc Schneider versus Christoph Spycher. Schneider will als Chefcoach den FC Thun möglichst rasch aus der Abstiegszone manövrieren. Spycher seinerseits steuert als Sportchef mit den Berner Young Boys schnurstracks auf den ersten Meistertitel seit 1986 zu. Um entsprechend viel geht es im Derby, das um 20 Uhr in der Stockhorn-Arena ange­pfiffen wird.

Blenden wir knapp sechseinhalb Jahre zurück, zum 10. Dezember 2011. Die Affiche ist dieselbe: Marc Schneider versus Christoph Spycher. Die beiden Aushängeschilder ihrer Teams stehen beim allerersten Derby im neuen Stadion auf dem Platz. In Sachen Brisanz kann diese Partie zwar nicht mit derjenigen vom Mittwoch mithalten: YB liegt im Dezember 2011 in der oberen Tabellenhälfte ohne Aussichten auf den Titel, der FC Thun befindet sich in sicherer Distanz zu Schlusslicht Lau­sanne.

Und doch könnten die beiden Matchs – nebst dem Auf­einandertreffen von Schneider und Spycher – noch eine weitere Gemeinsamkeit aufweisen: eine ausverkaufte Stockhorn-Arena. Bis heute ist das erste Derby an jenem 10. Dezember 2011 nämlich das einzige Meisterschaftsspiel, das vor komplett gefüllten Rängen stattfand: 10 000 Fans fieberten mit den beiden Berner Spitzenclubs mit.

Über 8500 Tickets verkauft

Bis am Montag waren für die neuste Derbyauflage über 8500 Tickets verkauft. «Wir werden sicher ein gut gefülltes Stadion haben – ob es für eine ausverkaufte Stockhorn-Arena reicht, werden wir sehen. Wir würden es uns natürlich wünschen!», sagt Nik Thomi, Mediensprecher des FC Thun.

Die Ausgangslage ist für die Thuner ein Glücksfall. Thomi bestätigt dies: «Jetzt, da YB auf dem Weg zum Meistertitel ist, dürfen wir mit einer grossartigen Stimmung rechnen. Zudem geht es auch für uns um viel.» So sei der Match sportlich von grosser Bedeutung für den FC Thun – aber eben auch finanziell: Der Club rechnet laut Thomi mit einem Plus von mehreren Zehntausend Franken gegenüber einem «normalen» Derby.

«Jetzt, da YB auf dem Weg zum Meistertitel ist, dürfen wir sicher mit einer grossartigen Stimmung rechnen.»Nik Thomi, 
Mediensprecher des FC Thun

Nicht zuletzt könnte der FC Thun den ziemlich enttäuschenden Zuschauerschnitt deutlich aufbessern. Er liegt nach vierzehn Super-League-Heimspielen in dieser Saison bei 5537 Personen pro Spiel. Ein ausverkauftes Stadion würde ihn gleich um rund 300 Fans auf über 5830 hochschnellen lassen. Aufgrund des grossen Interesses empfiehlt Nik Thomi den Fussballinteressierten im Übrigen dringend, die Tickets im Vorverkauf zu beziehen (siehe Link am Textende).

Schneider 4,5, Spycher 4

Und wie erging es Marc Schneider und Christoph Spycher beim Derby damals im Dezember 2011? Beide waren vornehmlich mit Verteidigungsaufgaben betraut – und trotz Torchancen im Multipack auf beiden Seiten fielen nur zwei Tore, das Spiel endete 1:1.

Eine absolute Topleistung gelang allerdings beiden nicht: Schneider erhielt von dieser Zeitung die Note 4,5 – versehen mit dem Text: «Schneider tat sich in der ersten Halbzeit schwer gegen Degen. Auch weil Teamkollege Schirinzi auf seiner Seite das Derby etwas gar offensiv anging.

In der Schlussphase agierte Schneider im YB-Strafraum zu hektisch. Sonst hätte sich eine gute Chance für ihn ergeben.» Etwas schlechter kam sein Kontrahent weg: «Spycher bekam es mit dem aktivsten Thuner Christian Schneuwly zu tun und zeigte sich vorn entsprechend wenig.» Fazit: Note 4.

«In der Schlussphase agierte Schneider im YB-Strafraum  zu hektisch. Sonst hätte sich eine  gute Chance für ihn ergeben.»Aus dem Matchbericht zum 
Spiel vom 10.? Dezember 2011

Der Match sei ein Spektakel gewesen, hiess es damals weiter – ein Spiel für die Fans, nicht für die Trainer oder Sportchefs. Am Mittwoch dürften es sich Thun-Coach Schneider und YB-Sportchef Spycher also wohl anders wünschen – auch was das Re­sultat anbetrifft: Mit einem 1:1 werden sich die beiden kaum zufriedengeben...

Vorverkaufund Infos im Internet unter www.fcthun.ch/tickets. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 16.04.2018, 23:00 Uhr

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