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Das Festival der Genüsse – dank Feng Shui und trotz Petrus

Es will Musik- und Wohlfühlanlass sein, das Spiezer Seaside Festival. Ein Rundgang in der Bucht beweist, dass dies die Besucher, Macher, Helfer und Musiker genau so sehen.

Ein nächtlicher Musik-Leckerbissen auf der neuen Session-Bühne: Veronica Fusaro.
Ein nächtlicher Musik-Leckerbissen auf der neuen Session-Bühne: Veronica Fusaro.
Jürg Spielmann
Die Thunerin überzeugte bei ihrem Soloauftritt am späten Freitagabend eine grosse Zuhörerschar
Die Thunerin überzeugte bei ihrem Soloauftritt am späten Freitagabend eine grosse Zuhörerschar
Jürg Spielmann
Rebekka aus Bern war die erste, die kurz nach Mittag das Gelände des Seaside Festivals in der Spiezer Bucht betreten durfte.
Rebekka aus Bern war die erste, die kurz nach Mittag das Gelände des Seaside Festivals in der Spiezer Bucht betreten durfte.
Jürg Spielmann
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Es ist angerichtet. «Ich bin glücklich – das Gelände wirkt aufgeräumter als im Vorjahr, wir haben mehr Platz schaffen können.» Der freudig Erregte ist Sacha Altermat (39), zusammen mit Open-Air-Urgestein Philippe Cornu (58) Macher des Spiezer Seaside Festivals.

In wenigen Minuten wird die Zweitauflage des als entschleunigend propagierten Highquality-Events eröffnet. Moreno, ein Zürcher, legt noch rechtzeitig Hand zum finalen Schliff sprich Anstrich an: Vor der Niesenbar will noch flugs eine Schalttafel in Seaside-Blau gestrichen sein. «Die Location ist super, die Dekoration des Geländes aufwändig und schlicht toll», meint der Last-Minute-Pinsler.

Mit gut zehnmminütiger Verspätung sind es drei junge Berner, die als Erste auf das Gelände strömen. Und strahlen. Rebekka und ihre Freunde Selina und Dusan waren schon an der Premiere dabei. Wie so viele sind sie Wiederholungstäter. Ambiente und Bands seien «schlicht grossartig», meint die Bernerin.

Poprapper Bligg und die US-Powerlady Anastacia wollen sie sehen. «Wir möchten ganz nach vorne!» Anastacia («Spiez, are you happy? I’m happy!») zeigt sich wie Kunz («Spiez isch wie am Meer!»), Stefanie Heinzmann («Miner Liebe, äs isch so schön») und Seven (die laut Heinzmann «beste Männerstimme der Schweiz») in Spendierlaune. Zünftig funky bringt sie all ihre Hits zu gehör.

Selbst wer arbeitet, strahlt über das ganze Gesicht. «Hier wird für alle etwas geboten», lobt Simone Wittwer, Chefin der neuen Session-Bar auf der Badiwiese. Kulinarisch ist zu haben, was längst nicht jedes Foodfestival bieten kann. Exotisches wie Bodenständiges. In letzte Kategorie fällt der einheimische Tropfen vom Rebberg, ausgeschenkt in richtigen Weingläsern.

Die Seaside-Parzelle liegt oberhalb des Wallrains. Philippe Cornu blickt von der Badiwiese über das Areal. Hier ist sein Lieblingsplatz. Holzstämme zum Sitzen wären toll, hätten sie kurz vor Festivalstart gesagt. Der umtriebige Werkhofchef Markus Schärer hat das nicht nur gehört, sondern gleich auch umgesetzt.

Cornu: «Er ist unser Hero.» Das «Seaside» bilde nun mit dem Einbezug der Minigolfanlage, in die eine Rollstuhl- und Kindertribüne (für die zahlreichen Familien) gestellt wurde, eine Einheit, «Feng Shui-mässig». Ob die Harmonielehre all die zufriedenen Menschen verantwortet? Nicht einmal Petrus, der mit Schauer-Intermezzi für eine nasse Premiere sorgt, kann da die Stimmung trüben.

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