Zum Hauptinhalt springen

Das Klima bereitet Mehrarbeit

Mit dreissig Dienstjahren ist Andreas Wyss mit Abstand der Dienstälteste auf dem Jungfraujoch. Was der erfahrene technische Leiter und Vorgesetzte von zwölf Mann über die lokalen Auswirkungen des Klimawandels sagt.

Um den Tausenden von Besuchern den gefahrlosen Gang ins Freie zu ermöglichen, müssen die Sicherheitsverantwortlichen des Jungfraujochs fast wöchentlich die flache Schneerampe vor dem Stollenausgang (Bildmitte unten) neu planieren.
Um den Tausenden von Besuchern den gefahrlosen Gang ins Freie zu ermöglichen, müssen die Sicherheitsverantwortlichen des Jungfraujochs fast wöchentlich die flache Schneerampe vor dem Stollenausgang (Bildmitte unten) neu planieren.
Bruno Petroni
Andreas Wyss beim Stollenausgang des Jungfraujochs: Spritzbetondecke und Boden sind bis weit in den Stollen hinein auf der ganzen Fläche durchnässt – ein deutliches Zeichen für den zurückgehenden Permafrost. Schmelzwasser dringt durch und destabilisiert zunehmend den Fels. Zum Vergleich...
Andreas Wyss beim Stollenausgang des Jungfraujochs: Spritzbetondecke und Boden sind bis weit in den Stollen hinein auf der ganzen Fläche durchnässt – ein deutliches Zeichen für den zurückgehenden Permafrost. Schmelzwasser dringt durch und destabilisiert zunehmend den Fels. Zum Vergleich...
Bruno Petroni
«Es ist ein Privileg und gleichzeitig eine grosse Herausforderung, da oben in der hochalpinen Natur arbeiten zu dürfen», sagt Andreas Wyss.
«Es ist ein Privileg und gleichzeitig eine grosse Herausforderung, da oben in der hochalpinen Natur arbeiten zu dürfen», sagt Andreas Wyss.
Bruno Petroni
1 / 5

Vor elf Jahren stand Andreas «Dres» Wyss bereits hier, im Bereich des Stollenausgangs am Jungfraujoch. Damals reichte der Schmelzprozess des Permafrostes bis 10 Meter in den Fels hinein; das Wasser rann durch die feinen Risse des Spritzbetons. Inzwischen reicht die Nässe noch 6 Meter weiter in den Stollen hinein, und die Betonwand ist im damals leicht aufgerissenen Bereich auf der gesamten Fläche durchnässt (siehe Bildstrecke). «So sah es schon im heissen Sommer 2015 aus und jetzt halt wieder», stellt Andreas Wyss fest.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.