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David Birri hat den Blick für die Natur

Der Fotograf David Birri stellt ab Donnerstag im Grimsel Hospiz aus. Der Meiringer hat sich auf Landschaften, Reportagen und Sport spezialisiert.

Der Meiringer David Birri stellt ab Donnerstag (6. Juli 2017) im Grimsel Hospiz aus. Die Ausstellung dauert bis am 22. Oktober 2017 und ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
Der Meiringer David Birri stellt ab Donnerstag (6. Juli 2017) im Grimsel Hospiz aus. Die Ausstellung dauert bis am 22. Oktober 2017 und ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
zvg
Landschaften ins rechte Licht rücken: Die Fotografie des 32-Jährigen zeigt den Blick Richtung Gental im Hasli.
Landschaften ins rechte Licht rücken: Die Fotografie des 32-Jährigen zeigt den Blick Richtung Gental im Hasli.
zvg/David Birri
Die Engstlenalp mit dem Engstlensee im Vordergrund – eines der Bilder, die im Grimsel Hospiz ausgestellt werden.
Die Engstlenalp mit dem Engstlensee im Vordergrund – eines der Bilder, die im Grimsel Hospiz ausgestellt werden.
zvg/David Birri
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Am Anfang ein Kurs in der Schule. Dann Fotos von Freunden beim Snowboarden. Und jetzt vollberuflich Fotograf – David Birri aus Meiringen kann mittlerweile von der Fotografie leben. Der 32-Jährige besuchte in der 7. Klasse eine Fotokurs an seiner Schule, lernte die Grundlagen.

In dieser Zeit interessierte sich auch sein Vater für die Fotografie und hatte Zuhause eine Dunkelkammer eingerichtet. «Mein Vater hat dann bald wieder das Interesse verloren, ich hab aber weiter gemacht», erzählt David Birri. Zur Konfirmation habe er eine Spiegelreflexkamera gekriegt, eine analoge.

Von Dia-Bildern und Fondues

Er begann eine Lehre aus Maurer in Innertkirchen. In seiner Freizeit zieht es den Meiringer im Winter immer auf die Piste. «Ich hab die Kamera beim Skifahren und Snowboarden mitgenommen und meine Kollegen fotografiert», so Birri.

Dann habe er die Bilder zu Hause entwickelt. An Dia-Abenden, bei einem Fondue, hätten die Kollegen die Bilder dann zu Gesicht bekommen. «Dazumal war man noch gespannt auf die Bilder, wir hatten ja keine digitale Anzeige.»

«Dazumal war man noch gespannt auf die Bilder, wir hatten ja keine digitale Anzeige.»

David Birri

Mit zwanzig kaufte sich David Birri eine digitale Spiegelreflexkamera. Zu dieser Zeit wurde der Filmemacher Davide Tirabosche bei seinen Produktionen in den Skigebieten und am Grimselpass auf Birri aufmerksam.

Tirabosche nahm ihn mit zu Produktionen und «so hatte ich dann einen Fuss im Geschäft», blickt David Birri zurück. «Zwei Mal haben wir im Frühling eine Produktion auf der Grimsel gemacht, so kamen dann auch immer mehr Aufträge für mich aus der Region.»

Landschaften statt Freestyle

Birris Arbeiten entwickelten sich in den Jahren weg von Bildern für Freestyle-Magazine hin zur Landschaftsfotografie und Reportagen. «Und in den letzten drei, vier Jahren sind auch die Menschen auf den Bildern dazugekommen.»

Seine Landschaftsbilder zeigt er ab Donnerstag an seiner Ausstellung im Grimsel Hospiz. «Es ist eine Auswahl von meinen Bildern – von Grindelwald bis Sustenpass. Aber es hat auch ein paar ältere Snowboard-Bilder vom Grimselpass mit dabei.»

David Birri ist mittlerweile seit fünf Jahren vollberuflich Fotograf. «Es war ein fliessender Übergang und darüber bin ich sehr froh», sagt Birri. Er habe nie den Druck gehabt, «jetzt muss ich unbedingt noch Aufträge reinholen, damit es finanziell aufgeht.»

«Innerhalb von einem Tag bekomme ich einen Einblick in eine Geschichte, wozu ich sonst nie die Chance hätte.»

David Birri

Er geht meistens mit einer Idee oder einer Vorstellung ans Fotografieren heran. «Aber man muss natürlich flexibel sein, das Licht muss stimmen und bei Aufträgen ist die Zeit vorgegeben.» Am liebsten sind ihm Reportagen. «Innerhalb von einem Tag bekomme ich einen Einblick in eine Geschichte, wozu ich sonst nie die Chance hätte», sagt Birri.

Birri setzt online neben seiner Webseite auch auf die Bilder-Plattform Instagram. «Für mich ist es ideal, um schnell und einfach ein neues Bild hochzuladen und so aktuell zu bleiben», sagt Birri. Und es sei auch gleichzeitig ein Gradmesser für seine Bilder. Über 18'700 Personen verfolgen, was für ein Foto er als nächstes postet.

Gut und gerne staubt er pro Bild mal 2000 Herzchen – also Likes – ab. Die Bilder werden beim Hochladen auf wenig Pixel reduziert, was ihm als Fotograf entgegen kommt, da so die Nutzer keine hochaufgelösten Bilder herunterladen können.

Und Instagram verschafft ihm eine gewisse Reichweite. «Einmal hat mich eine Australierin angeschrieben, ob sie ein Bild von mir haben könnte, um daraus eine Wandtapete zu machen», erinnert sich Birri. Er schickte ihr das Bild gegen ein Entgelt. Ob die Tapete nun an einer Wand in Australien hängt, weiss David Birri aber nicht.

Die Vernissagefindet morgen Donnerstag, 18 Uhr, im Grimsel Hospiz statt. Die Ausstellung dauert bis am 22. Oktober und ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Weitere Arbeiten von David Birri sind einsehbar unter davidbirri.com oder auf Instagram @davidbirri.

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