Dem historischen Kraftwerk ein Wegstück näher

Schattenhalb

Um das Kraftwerk Schattenhalb 2 touristisch zu nutzen, wurde schon mal einen Wanderweg gebaut.

Der Weg steht: Simon Weiss, Präsident der Stiftung Kraft & Wasser (links) und der für die Finanzierung zuständige Pascal Troller. Leicht verdeckt im Hintergrund der Reichenbachfall und die Bergstation der gleichnamigen Standseilbahn.

Der Weg steht: Simon Weiss, Präsident der Stiftung Kraft & Wasser (links) und der für die Finanzierung zuständige Pascal Troller. Leicht verdeckt im Hintergrund der Reichenbachfall und die Bergstation der gleichnamigen Standseilbahn.

(Bild: Guido Lauper)

«Die Wanderwegverbindung von der Bergstation der Reichenbachfall-Bahn zum historischen Kraftwerk erstellten einheimische Unternehmen nach Erhalt der Baubewilligung vergangenen Herbst,» sagte Simon Weiss, Präsident der Stiftung Kraft & Wasser gestern vor Ort.

«Die 30'000 Franken brachten wir nicht zuletzt durch Sponsoren und Spenden zusammen», freute er sich. Mit dem Bau des Geländers, ebenfalls nach historischem Vorbild, konnte das Werk diesen Frühling fertiggestellt werden. Der neue Weg war nötig, weil der Ausstieg aus der Standseilbahn unmittelbar beim Kraftwerk aus betrieblichen Gründen nur beschränkt möglich ist.

Weiterhin auf Geldsuche

«Mit der Wegverbindung sind wir der Wiederinbetriebnahme des industriellen Baudenkmals ein gutes Stück nähergekommen.» So äusserte sich Pascal Troller, der möglichst bald die nötigen finanziellen Mittel zusammenbringen möchte. Nebst der Eigenleistung der Trägerschaft Stiftung Kraft & Wasser von 140'000 Franken sind es etwas über zwei Millionen Franken.

Gemeinden in der Region haben bereits Beträge gesprochen. «Zudem laufen derzeit Gespräche mit der kantonalen Denkmalpflege», so Troller. Langfristig sollen die Bahn und das Kraftwerk nebst dem Hotel Des Alpes als touristisches Gesamtensemble von nationaler Bedeutung erhalten bleiben. Troller und seine Mitstreiter sehen darin eine sinnvolle und nachhaltige Form der Tourismusförderung und somit ein wichtiges Standbein für das Berner Oberland.

Um das Kraftwerk mit teils über 100-jährigen Anlageteilen zur Touristenattraktion zu machen, soll es wieder zum Laufen gebracht werden und mit der Stromproduktion einen Teil an die Betriebs- und Unterhaltskosten leisten. Dazu wird nach ihrer Sanierung auch die Vermietung der ehemaligen Maschinistenwohnung zu Ferienzwecken beitragen.

Nach Abschluss der Projektfinanzierung werden die für die Revision des historischen Kraftwerkes entsprechend qualifizierten Unternehmen mit der Sanierung beauftragt. Die Projektverantwortlichen rechnen mit der Wiederinbetriebnahme bis 2021.

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