Der Dorfladen unverpackt ist angepackt

Spiez

Die Idee des Dorfladens in Spiez ist noch lange nicht gestorben, wie die unerwartet stark besuchte Orientierung im Dorfhus zeigte.

Die Idee des Dorfladens ist noch lange nicht gestorben, wie die unerwartet stark besuchte Orientierung im Dorfhus zeigte.

Die Idee des Dorfladens ist noch lange nicht gestorben, wie die unerwartet stark besuchte Orientierung im Dorfhus zeigte.

Mit dem Ende des Dorfladens wollten sich Susanne Allemann, Manuela Bhend und Monika Lanz nicht abfinden. Also unterbreiteten sie ihre Idee eines Angebotes unverpackter Lebensmittel der interessierten Bevölkerung. Vor Beginn waren zusätzliche Stuhlreihen nötig, so gross war der Andrang im Dorfhus.

Wie sich im Lauf des Abends herausstellte, mit Kundschaft, die ohnehin schon nachhaltig lebt. «Unser Ziel ist es, unsere Ideen vorzustellen und zu fragen, wer wie was mitmachen möchte», sagte Manuela Bhend.

In Spiez gebe es seit zehn Jahren keinen Ökoladen mehr, trotzdem nehme das Umweltbewusstsein stark zu. Von Bern über Thun und Steffisburg bis Interlaken und Frutigen gebe es bereits «Unverpacktläden», die bereitwillig Informationen liefern.

«Anstelle einer AG wie beim nach einem Jahr geschlossenen Dorfladen tendieren wir eher zu einer Genossenschaft, präzisierte Monika Lanz, «anfänglich weitgehend mit Selbsthilfegruppen». Als vorläufige Leitung sei eine Einzelperson oder mehrere gemeinsam möglich.

Keine Experimente

Auf unabsehbare Experimente will sich das Team nicht einlassen. Als unverzichtbar bezeichneten die Frauen professionelle Administration und Informatik und als schwieriges Thema einzuhaltende Öffnungszeiten, damit Kunden nicht unverhofft vor verschlossenen Türen stehen.

Als Pièce de Résistance schälte sich an diesem Abend der künftige Standort des Ladens heraus. «Noch haben wir den Schuh in der Tür des Ladens am Kronenplatz mit dem Biomärit als Partner», so Monika Lanz. Wobei die Monatsmiete von 2200 Franken zu generieren, kaum möglich sei.

Demgegenüber zeigte sich Petra Studer vom Biomärit nicht abgeneigt, den Standort zu wechseln, falls sich andere gemeinsame Lokalitäten ergäben. Nicht ausschliessen wollen die Initiantinnen die Zusammenarbeit mit dem Claro- oder anderen Läden. Dafür seien etwa Milchprodukte kein Thema, die in der Nähe erhältlich seien.

Ebenfalls weder Frischfleisch noch rasch verderbliches Gemüse, das gekühlt werden müsse. Aus der Runde kamen Vorschläge wie ein rund um die Uhr zugänglicher Automat, Angebote aus Überproduktionen in privaten Gärten, Hauslieferungen per Velokurier und anderes.

Rasch handeln

Bis Ende Juni sollen die Arbeitsgruppen mit Aufgaben beginnen, fortgesetzt von der Mittelbeschaffung bis Mitte September. Und wenn Klarheit herrscht, könne eine Gesellschaft gegründet werden mit noch offenem Termin der Ladeneröffnung. «Doch wollen wir das Geschäft nicht auf die lange Bank schieben», schloss Monika Lanz.

Gefragt in den verschiedenen Arbeitsgruppen sind Fachleute, einfach Interessierte – und Querdenker. Auskunft erteilen Susanne Allemann, Tel. 079 637 36 46, allesue@bluewin.ch; Manuela Bhend, Telefon 033 543 01 70, mameia@vtxmail.ch und Monika Lanz, Telefon 033 654 41 49, Monika@LanzAG.ch.

Berner Oberländer

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