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Der ursprüngliche Geist des Open Airs

Das regnerische Wetter schlug sich am Wochenende am 15. Natural Sound Open Air auf die Besucherzahlen nieder, jedoch nicht auf die Stimmung. Ein kleiner Einblick in ein «Hippie-Open-Air» wider Willen.

Die Bob Dylan Tribute Band bot grosses musikalisches Kino und ein Farbenspektakel.
Die Bob Dylan Tribute Band bot grosses musikalisches Kino und ein Farbenspektakel.
zvg/Ernst Jäger

Das Kiental präsentierte sich am letzten Wochenende von einer etwas anderen Seite. Die Dorfidylle wurde von einer Vielfalt an Klängen untermalt. Ausgangsort der Musik: der Garten des Kientalerhofs. Hier fand die 15. Ausgabe des Natural Sound Open Airs statt. Bei nassem Wetter fanden übers Wochenende dennoch um die 1000 Besucher den Weg ins Kiental. «Als die Wetterprognosen für das Wochenende negativ ausfielen, brachen die Vorverkaufszahlen ein wenig ein», so Mitveranstalter Marc Schär, «trotzdem zählten wir am Samstagabend während Grand Mother’s Funck um die 450 Per­sonen.»

Grosses musikalisches Kino

Das Programm des Natural Sound Open Airs war gewohnt vielfältig. Wo am Freitag das Mundarturgestein Hanery Amman die eher Älteren und Einheimischen ansprach, bot der Samstag mit Grand Mother’s Funck und der hochkarätig besetzten Bob Dylan Tribute Band grosses musikalisches Kino. Auch wer sich mal von der Musik erholen wollte, kam auf seine Kosten. Der Kientalerhof als Mitveranstalter bot kostenlose Entspannungsbehandlungen an, welche rege genutzt wurden.

Ein friedlicher Zusammenhalt

Jegliche solche Angebote, die Musikauswahl sowie das freundliche Ambiente brachten dem Natural Sound den Titel «Hippie- Open-Air» ein. Im Gespräch mit Co-Organisator Marc Schär hört man heraus, dass der Begriff mit Vorsicht zu geniessen ist. «Es kommt sehr darauf an, was man unter dem Begriff Hippie versteht», so Schär, «das Natural Sound hat etwas vom ursprünglichen Geist eines Open Airs, wie das friedliche Zusammensein und die Musik zusammen geniessen.» Exzessiver Drogenkonsum finde jedoch nicht statt. Womit ein Punkt, mit dem man den Begriff Hippie in Verbindung bringt, wegfällt.

Den direkten Vergleich zu anderen Open Airs und Festivals zieht die 29-jährige Flurina Holder aus Basel, welche das erste Mal im Kiental hinter der Bar steht. «Die Leute sind nicht ex­trem auf Party aus, sondern es ist mehr ein friedlicher Zusammenhalt, der hier stattfindet.»

Hank Shizzoe und Band rundeten das Festival ab. Bild: Daniel Schöni
Hank Shizzoe und Band rundeten das Festival ab. Bild: Daniel Schöni

Positives Fazit trotz Regen

Am immer noch von Nieselregen durchzogenen Sonntag schlossen unter anderem Hank Shizzoe und die Kummerbuben das diesjährige Natural Sound Open Air ab. Die Organisatoren können auf drei Tage mit guter Stimmung zurückblicken. «Wir hatten ein sehr dankbares Publikum, welches das Angebot sehr geschätzt hat. Dies kommt sehr zum Tragen, insbesondere, wenn die Rahmenbedingungen nicht optimal sind.»

Finanziell gesehen schafft es die diesjährige Ausgabe nicht in die schwarzen Zahlen, da zu wenig Eintritte erzielt wurden. So kommt es dem Open Air zugute, dass die letzten zwei Jahre erfolgreich waren. Die fröhliche Stimmung zeigte zum Schluss, dass die Nachfrage nach einem ruhigeren und familientauglichen Event vorhanden ist und dem ursprünglichen Geist des Open Airs folgt.

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