Die Ergebnisse aus der Region Thun und dem Oberland

In der Region Thun und im Oberland standen zahlreiche kommunale Wahlen und Abstimmungen an. Die Resultate im Überblick.

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Interlaken: Bei den Gemeindewahlen in Interlaken haben am Sonntag alle sieben bisherigen Gemeinderätinnen und Gemeinderäte die Wiederwahl geschafft. Urs Graf (SP) bleibt Gemeindepräsident. In dieser Funktion war er bereits in stiller Wahl bestätigt worden.

Als Gemeinderat kam Graf am Sonntag auf 758 Stimmen, Sabina Stör (SP) erzielte 665 Stimmen und Kaspar Boss (SP) 547 Stimmen. Franz Christ (SVP) erzielte 621 Stimmen, Peter Michel (SVP) 547 Stimmen, Philippe Ritschard (FDP) 729 Stimmen und Hans Rudolf Burkhard (FDP) 704 Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei 44 Prozent, wie die Gemeinde mitteilte.

Bei den Wahlen in den 30-köpfigen Grossen Gemeinderat (Legislative) gehörten FDP und EVP zu den Gewinnern. Sitze Verloren haben die SVP und die SP.

Im Grossen Gemeinderat hat die SVP neu 8 Sitze (-1), die FDP 8 Sitze ( 2), die SP 7 Sitze (-2), die Grünen 3 Sitze (unverändert), die EDU 1 Sitz (unverändert) und die EVP 3 Sitze ( 1).Für die Freisinnigen sitzt neu die ehemalige Skirennfahrerin Corinne Schmidhauser im Grossen Gemeinderat.

Gemeinderäte in Matten dürfen drei Amtszeiten absolvieren

Die Mitglieder des Gemeinderats von Matten bei Interlaken dürfen künftig zwölf Jahre im Amt bleiben. Die Stimmberechtigten haben der Verlängerung von zwei auf drei Amtsperioden zugestimmt.

Mit 592 zu 328 Stimmen hiessen sie eine entsprechende Änderung im Organisationsreglement gut, wie die Gemeinde am Sonntag mitteilte.

Bei einem Wechsel in der Exekutive gehe jeweils viel Wissen und das aufgebaute Netzwerk verloren, argumentierte der Gemeinderat. In den Nachbargemeinden Interlaken und Unterseen seien ebenfalls zwölfjährige Amtszeiten möglich.

Der Urnengang stand auf Messers Schneide. Zwei Bürger hatten Beschwerde eingereicht, weil ihnen die Möglichkeit der Mitwirkung bei der Vorlage fehlte. Regierungsstatthalter Martin Künzi lehnte die Beschwerde letzte Woche ab: Der Kanton schreibe keine Mitwirkung vor, ebenso wenig das Organisationsreglement der Gemeinde.

Ehemaliger Unterseener Gemeindepräsident zurück im Gemeinderat

Der ehemalige Unterseener Gemeindepräsident Simon Margot gibt ein Comeback im Gemeinderat. Bei den Gemeindewahlen am Sonntag wurde der 68-Jährige mit einem Glanzresultat in die Exekutive des «Städtli» gewählt.

Der ehemalige Sozialdemokrat trat als Parteiloser auf einer Einerliste an. Mitte Februar hatte Margot der SP den Rücken gekehrt nach Differenzen zur Listengestaltung. Der 68-Jährige war vier Jahrzehnte lang in der Unterseener Gemeindepolitik. Von 2001 bis 2012 war er Gemeindepräsident.

Der amtierende Gemeindepräsident, Jürgen Ritschard (SVP), ist mangels Gegenkandidatur bereits Mitte August in stiller Wahl bestätigt worden.

Am Sonntag wurden Stefan Zurbuchen (FDP) mit 861 Stimmen, Christoph Perron (EDU) mit 397 Stimmen, Max Ritter (SVP) mit 514 Stimmen, Ernst Voegeli (SVP) mit 510 Stimmen, Verena Roder Beer (SP) mit 813 Stimmen und Simon Margot (parteilos) mit 1032 Stimmen in den siebenköpfigen Gemeinderat gewählt.

Grundlage für neue Überbauung in Steffisburg

Das Gschwend-Areal in Steffisburg erhält eine neue baurechtliche Grundordnung, die eine Überbauung mit Wohnungen und Gewerberaum ermöglicht. Die Stimmberechtigten haben der Vorlage klar zugestimmt.

Das Areal zwischen Unterdorf-, Austrasse und Dükerweg wird heute vor allem gewerblich genutzt. Nun hat die Gemeinde die Voraussetzungen geschaffen, um auf dem Areal verdichtet zu bauen. Das Gschwend-Areal solle zu einer attraktiven Wohn-, Arbeits-, Einkaufs- und Begegnungszone werden, schrieb der Gemeinderat in der Botschaft.

Die Vorlage wurde mit 3670 zu 534 Stimmen gutgeheissen. Die Stimmbeteiligung betrug 37,3 Prozent.

Spiez baut in Einigen neuen Doppelkindergarten

Im Spiezer Ortsteil Einigen kann ein neuer Doppelkindergarten gebaut werden. Rund 63 Prozent der Stimmberechtigten sagten am Sonntag Ja zu einem Verpflichtungskredit von 2,3 Millionen Franken. Die Stimmbeteiligung lag bei 44,7 Prozent.

2495 Spiezerinnen und Spiezer legten ein Ja in die Urne, 1439 ein Nein. Derzeit sind die beiden Kindergartenklassen in Einigen im alten Dorf-Schulhaus untergebracht, das stark renovationsbedürftig ist. Der Neubau für zwei Kindergartenklassen wird auch einen dringend benötigten Tagesschulraum beherbergen.

sda

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