Die Frutigkasse bleibt auf einem guten Weg

Frutigen

Auch wenn die Bilanzsumme zurückging, konnte die Spar- und Leihkasse Frutigen (SLF) ihren Jahresgewinn um 1,5 Prozent steigern.

Die Spar- und Leihkasse in Frutigen. Die Bank konnte ihren Gewinn steigern. Quelle: Google Maps

Die Spar- und Leihkasse in Frutigen. Die Bank konnte ihren Gewinn steigern. Quelle: Google Maps

«Das Geschäftsjahr 2018 darf als erfolgreich bezeichnet werden», erklärte ein zufriedener Christian Rubin. Der Verwaltungsratspräsident konnte die stolze Zahl von 2018 Aktionärinnen und ­Aktionären an der 182. Generalversammlung der Spar- und Leihkasse Frutigen (SLF) am Mittwochnachmittag in der Widihalle begrüssen.

Sie vertraten 45,7 Prozent des Aktienkapitals. Die SLF, im Volksmund Frutigkasse genannt, wurde bereits 1837 gegründet und bildet auch heute noch einen wichtigen Pfeiler im Frutigländer Finanzmarkt. Dies vermittelte auch der Lagebericht für 2018.

«Immer noch geschätzt»

Der VR-Präsident strich in seinem Referat die regionale Verbundenheit der Bank heraus, welche auch im Leitbild stark verankert sei. Bankdirektor Daniel Schneiter zeigte in seinem Lagebericht interessante Zeitvergleiche zum Zahlungsverhalten auf.

«Elektronische Mittel wie Maestro- und Kreditkarten zum direkten Bezahlen in den Geschäften oder Zahlungsaufträge via E-Banking nahmen in den letzten zehn Jahren erheblich zu. trotzdem wird für komplexere Geschäfte noch immer der persönliche Kontakt geschätzt», so Schneiter.

Die Ausleihungen konnten um 3 Prozent oder um 38,9 Millionen Franken gesteigert werden. Die Kundengelder gingen um 1,2 Prozent (14,9 Millionen Franken) zurück. Die Gründe dafür sind in Investitionen der Vermögensverwaltung, Nichtverlängerung von ausgelaufenen Kassenobligationen und gekündigten Spargeldern zu suchen, wie den Ausführungen zu entnehmen war. Wegen dieser und anderer Sondereffekte reduzierte sich die Bilanzsumme um 22,2 Millionen Franken auf einen Wert von 1,498 Milliarden Franken.

Höherer Geschäftserfolg

Die Erfolgsrechnung weist einen höheren Nettoerfolg dank des Zinsengeschäfts aus. Die Zunahme beträgt 875000 Franken (+5,5 Prozent). Nach Berücksichtigung des Personal-, Geschäfts- und Sachaufwandes, der Rückstellungen und Abschreibungen konnte ein Geschäftserfolg erzielt werden, der mit 6,1 Millionen Franken um 8,1 Prozent höher lag als im Vorjahr. Trotz um rund 100000 Franken höheren Steuerzahlungen verbleibt der Bank ein Reingewinn von 3,559 Millionen Franken (+1,5 Prozent).

Die Dividendenauszahlung bleibt weiterhin auf 16 Prozent des Nominalwertes und basiert auf dem Aktienkapital von 10 Millionen Franken. Die beantragte Gewinnverwendung von 5,164 Mrd. Franken wurde bewilligt.

Noch sechs Verwaltungsräte

Der Verwaltungsrat blieb bis auf den nach 13 geleisteten Jahren zurücktretenden Daniel Bettschen unverändert. Sein Posten wird nicht mehr besetzt. Die Revisionsstelle Pricewaterhouse Coopers AG bleibt bestehen.

Verwaltungsrat: Christian Rubin, Aeschi (Präsident); Hans Martin Hadorn, Faulensee (Vize); Anita Luginbühl-Bachmann, Krattigen; Silvia Schranz-Fuhrer, Adelboden; Dr. Albert Rösti, Uetendorf; Beat Schranz, Scharnachtal (alles ­Mitglieder). Bankleitung: Daniel Schneiter, Ostermundigen (Direktor); Stephan Bärtschi, Adelboden (Stv.); Marco Loosli, Frutigen; Simon Schenk, Aeschi; Beat Schmid, Frutigen; Bruno von Allmen, Aeschi (alles Vizedirektoren).

Berner Oberländer

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