Zum Hauptinhalt springen

Die grüne Powerfrau, der grosse Literat und der scheidende König

68 Persönlichkeiten wurden im zu Ende gehenden Jahr von den Redaktionen vom «Berner Oberländer» und «Thuner Tagblatt» zum Kopf der Woche gekürt. Personen, die in der abgelaufenen Woche Ausserordentliches geleistet haben.

Andreas Gafner aus Oberwil schaffte trotz Mitgliedschaft in einer Kleinpartei (EDU) dank taktischem Geschick die Wahl in den Nationalrat.
Andreas Gafner aus Oberwil schaffte trotz Mitgliedschaft in einer Kleinpartei (EDU) dank taktischem Geschick die Wahl in den Nationalrat.
Bruno Petroni
Regula Rytz stand als Präsidentin der Grünen Schweiz an der Spitze der grünen Welle.
Regula Rytz stand als Präsidentin der Grünen Schweiz an der Spitze der grünen Welle.
Adrian Moser
Matthias Glarner verabschiedete sich im 2019 von der grossen Schwinger-Bühne.
Matthias Glarner verabschiedete sich im 2019 von der grossen Schwinger-Bühne.
Raphael Moser
1 / 13

13-mal konnten sich Thuner und Oberländer nicht einigen und vergaben den Titel separat. Manchmal war man dabei thematisch gar nicht weit auseinander. Wie am 26. Oktober: Der «Oberländer» kürte Andreas Gafner aus Oberwil, der trotz Mitgliedschaft in einer Kleinpartei (EDU) dank taktischem Geschick die Wahl in den Nationalrat schaffte. Das «Thuner Tagblatt» verteilte die Lorbeeren an Regula Rytz. Die Powerfrau mit Thuner Wurzeln stand als Präsidentin der Grünen Schweiz an der Spitze der grünen Welle. 17 Sitze gewann ihre Partei im Nationalrat dazu.

«Halt», mag jetzt ein aufmerksamer Leser rufen. «Da fehlen ja noch immer drei Köpfe!» Gut gezählt. Dreimal wählten wir ein Duo, das gemeinsam Grosses geleistet hat. Beispielsweise am 12. Januar Saskia Maurer (Röthenbach) und Laura Zimmermann (Ringgenberg), die mit der U-18-Eishockey-WM in Japan für Furore sorgten.

Schon im Februar ehrten wir Baggerführer Niklaus Zenger. Andere brauchten etwas länger, um dessen Leistungen zu bemerken: Im November wurde der Wilderswiler von der kantonalen Volkswirtschaftsdirektion mit dem «Grünen Baggerführer» ausgezeichnet.

Wie alle Jahre gehen die meisten Auszeichnungen (30) an Sportlerinnen und Sportler. Dies hat einen einfachen Grund: Im Sport werden im Wochentakt Wettkämpfe ausgetragen, wo herausragende Leistungen besonders offensichtlich sind. Etwa wenn der junge Schwinger Kilian von Weissenfluh vor seiner Haustür den begehrten Brünig-Kranz holt. Als Vierter aus der Schwinger-Dynastie von Weissenfluh. Oder wenn die 19-jährige Interlaknerin Cynthia Reinle, ihre gleichaltrige Konkurrenz im Sprint alt aussehen lässt, oder Ausnahme-Fussballerin Ana Maria Crnogorcevic an einem Länderspiel in Thun ihr Können demonstriert.

Im Bereich Kultur kürten wir 18 Köpfe. Neben dem Kopf des Jahres Luca Hänni sticht Lukas Bärfuss heraus. Er wurde gewissermassen in den Dichter-Olymp aufgenommen. Wer es als vierter Schweizer nach Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt und Adolf Muschg schafft, mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet zu werden, gehört definitiv zu den ganz Grossen der Weltliteratur.

Aussergewöhnlich war auch ein anderer Kopf: Reto Weibel. Er leidet an Cystischer Fibrose, einer Krankheit, welche die Lunge der Betroffenen verschleimen lässt, was zum Erstickungstod führen kann. Er orientiert sich am Positiven. Und setzt sich trotz allem für andere ein. Als Co-Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Cystische Fibrose kämpft er dafür, dass alle Patienten Zugang zu Medikamenten erhalten.

Zwei Personen wurden übrigens doppelt ausgezeichnet: Die Schauspielerin Aline Beetschen (Landschaftstheater Ballenberg und Weihnachtsmärchen Stadttheater Bern) und Schwingerkönig Matthias Glarner, nach seinem 2. Rang am Kantonalen und zweieinhalb Monate später, als erseinen Rücktritt verkündete.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch