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Dreiteiler zu 1'000 Jahre Schweiz

«Schweiz 2291» on Tour: Im Hotel Palace sprachen Persönlichkeiten über ihre Interpretation des Themas «Erfolg im Wandel».

Erfolg im Wandel: Die Podiumsteilnehmenden Andrea Scherz, Barbara Rigassi, Frank Bodin und Kerstin Bütschi aus Saanen vor einem grossformatigen Werk von Aleandro Schüpbach.  Foto: Anne-Marie Günter
Erfolg im Wandel: Die Podiumsteilnehmenden Andrea Scherz, Barbara Rigassi, Frank Bodin und Kerstin Bütschi aus Saanen vor einem grossformatigen Werk von Aleandro Schüpbach. Foto: Anne-Marie Günter

Ein unverkrampfter Blick in die Zukunft, und zwar auf eine 1000-jährige Schweiz? 1291 wurde die Eidgenossenschaft von Uri, Schwyz und Unterwalden gegründet. Der in Bern und Kalifornien lebende Unternehmer Christian Häuselmann (Flyer Elektromobile) hat das Projekt 2291 initiiert, das drei Akte haben soll.

Realisiert ist der erste Akt: Im Oktober 2018 ist im Verlag Werd & Weber Thun das Buch «Schweiz2291» erschienen. 70 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik schrieben einen Beitrag darüber, wie die Schweiz in 272 Jahren aussieht. «Das Buch erfrischt den Zukunftsdialog.

Die Geschichten regen zum Nachdenken, Schmunzeln und Diskutieren an», sagt Häuselmann. Aus dem Berner Oberland sind Hotelier Andrea Scherz, Markus Flück (Schule für Holzbildhauerei), Ueli Bettler (Unspunnenfeste) und der gebürtige Unterseener Thomas Straubhaar dabei.

Zweiter Akt im Palast

Der zweite Akt des Projekts heisst Schweiz2291 on Tour. Es sind schweizweit durchgeführte Gesprächsforen mit einigen Autoren zu den relevantesten Themen im Buch. Der Start war im Luxushotel Palace in Gstaad, im wunderschönen Salle Baccarat, bei Autor Andrea Scherz.

Das Palace hat eine gut 105-jährige Hotelgeschichte. Die Idee für den Bau hatte ein Sekundarlehrer im kleinen Bergbauerndorf mit 7000 Kühen. Der Hotelbau war damals ein Fremdkörper und erhielt den Übernamen «Weisser Elefant». Seither hat sich das Hotel im Wandel der Zeit mit Erfolg behauptet.

Das Thema in Gstaad war denn auch «Erfolg im Wandel». Darüber diskutierten in einer ersten Gesprächsrunde Andrea Scherz, die Berner Volkswirtschafterin Barbara Rigassi als Fachexpertin, der Kultwerber Frank Bodin und die Geschichtsstudentin Kerstin Bütschi aus Saanen. Sie gehört zu den zehn jungen Leuten, genannt Generation 7, die sich verpflichtet haben, in 50 Jahren nach Möglichkeit das Projekt wiederaufzunehmen, damit es bis 2291 nicht vergessen wird.

Stolz auf das Gemachte

Die Gesprächsteilnehmer gingen unter der Leitung von Moderator Hannes Hug auf Erfolgssuche. Für Kerstin Bütschi bedeutet Erfolg, dass man am Ende des Tags stolz darauf ist, was man gemacht hat. Für Bodin geht es darum, die richtigen Informationen weiterzutragen. Allerdings findet er, dass wir in einer unmöglichen Zeit leben. «Bald kann Facebook sagen, wann jemand stirbt.» Einen sinnvollen Umgang mit IT und seinen bevorstehenden Weiterentwicklungen hält Rigassi für erfolgversprechend.

Der dritte Akt des Gesamtprojekts 2219 wird sich vor allem an junge Menschen richten. Vorgesehen ist ein Kurzfilmwettbewerb zu der «Langzeitprognose» für die Schweiz. Dazu soll es auch ein Ausbildungsangebot für künftige Kurzfilmer geben.

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