Eidgenössisches Armbrustschützenfest: Tradition trifft auf Spitzensport

Ringgenberg

Das Eidgenössische Armbrustschützenfest ist am Mittwochnachmittag eröffnet worden: mit Regierungspräsident Christoph Ammann als Ehrenpräsidenten des Festes und als Schütze im Stand.

Regierungspräsident Christoph Ammann versucht sich als Schütze anlässlich der Eröffnung des Eidgenössischen Armbrustschützenfestes gestern in Ringgenberg.

Regierungspräsident Christoph Ammann versucht sich als Schütze anlässlich der Eröffnung des Eidgenössischen Armbrustschützenfestes gestern in Ringgenberg.

(Bild: Hans Urfer)

Hans-Rudolf beweist Geduld mit seinem prominenten Lehrling: Der aktive Schütze der Armbrustgesellschaft Ringgenberg erklärt detailliert, wie die Armbrust zu halten ist, gekonnt gezielt wird und in welchem Augenblick der Finger am Abzug durchzudrücken ist. Das Resultat ist, dass Regierungspräsident Christoph Ammanns Pfeil zwar auf der Scheibe landet, den schwarzen Kreis jedoch verfehlt. «Nicht so ganz einfach», bilanziert Ammann und versucht es noch ein zweites und ein drittes Mal. Mit mässigem Erfolg.

Dennoch liess er sich die Freude an diesem «grossen Fest am Brienzersee» nicht nehmen. Er wand in seiner Eröffnungsansprache den Organisatoren rund um OK-Präsident Ernst Schiess ein Kränzchen ums andere. «Um einen solchen Anlass auf die Beine zu stellen, braucht es viele ‹Chrampfer›», sagte Ammann in Anlehnung an den entsprechenden Aufdruck auf den grünen Helferleibchen.

Keinen Aufwand gescheut

Die Organisatoren hätten keinen Aufwand gescheut, sagte Ammann, «um den Schützinnen, und Schützen sowie den Gästen beste Bedingungen für die sportlichen Wettkämpfe und einen würdigen Rahmen für ein schönes Fest zu bieten». Am «Eidgenössischen» treffe Tradition auf Spitzensport.

«Armbrustschützen brauchen eine grosse Konzen­trationsfähigkeit, mentale Stärke und Ausdauer.»Christoph Ammann, Regierungspräsident Kanton Bern

«Armbrustschützinnen und -schützen brauchen eine grosse Konzen­trationsfähigkeit, Körperbeherrschung, mentale Stärke und Ausdauer», sagte der Regierungspräsident. Diese Kombination – der Geist, der den Körper kontrolliert – habe Friedrich von Schiller in seinem Drama «Wilhelm Tell» eindrücklich beschrieben. Und eine Delegation der Tellspiele Interlaken, angeführt von Vereinspräsident und Tell-Darsteller Pascal Minder, war es denn auch, welche an OK-Präsident Ernst Schiess einen hölzernen Pfeil als Symbol übergab.

Später, im Schützenstand, eröffnete Schiess mit dem ersten Schuss auf eine der vierzig Scheiben offiziell das eidgenössische Fest im Beisein des gesamten OKs, der aktiven Schützinnen und Schützen sowie der Festsponsoren. Ringgenbergs Gemeinde­präsident Samuel Zurbuchen wünschte «faire Wettkämpfe» und dankte dem «kleinen» Verein (Armbrustschützengesellschaft Ringgenberg), dass er die Herausforderung der Organisation dieses Festes angenommen hat.

Erster Höhepunkt wird der offizielle Tag mit Umzug und Festakt vom Sonntag sein. Abgeschlossen wird das Eidgenössische Armbrustschützenfest am 21. Juli mit dem Ausstich des Schützenkönigs.

Infos und Resultateauf www.asg-ringgenberg.ch

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