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Eigenständig im Sandwich

St. Stephan will als Tourismus-Destination unabhängig bleiben.

Keine «künstlichen Destinationsgrenzen»: St. Stephan im Simmental.
Keine «künstlichen Destinationsgrenzen»: St. Stephan im Simmental.
Hans Rudolf Schneider

Die Simmentaler Gemeinde St.Stephan hält nicht viel von der geplanten Destinationsverdichtung «Tourismus Adelboden-Lenk-Kandersteg» (TALK). Sie verzichtet deshalb auf eine Vollmitgliedschaft und will als Destination in der «Sandwich-Position» einen eigenständigen Weg gehen.

Verdichtete Strukturen seien nicht zwingend das Erfolgsrezept, teilten Gemeinderat und Vorstand des Tourismusvereins St. Stephan am Dienstag mit. Mit TALK werde der Ort vielmehr in der unbefriedigenden Position zwischen zwei Destinationen verbleiben.

Einerseits ist St. Stephan Teil der Destination Lenk-Simmental. Andererseits grenzt der Ort nördlich an Zweisimmen und westlich an Saanen, die beide zur Ferienregion Gstaad gehören. Künftig will St. Stephan bei der touristischen Vermarktung einen eigenen Weg gehen und sowohl mit TALK wie auch mit Gstaad-Saanenland-Tourismus (GST) Kooperationen eingehen.

Die Gäste nähmen das Simmental und Saanenland schon lange als eine Erholungs- und Ausflugsregion wahr und machten nicht vor «künstlichen Destinationsgrenzen» Halt, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Behörden von St. Stephan bezweifeln zudem, dass TALK mehr Gäste in die Region holen kann.

Auch scheine die Gefahr gross, «dass die geplante Zentrale in Frutigen ein Eigenleben entwickelt und sich von den realen Ansprüchen der Gäste und Leistungsträger entfernt». Zudem gehe der Businessplan von zu optimistischen Annahmen aus, was in der Folge zu Sparmassnahmen und höheren Gemeindebeiträgen führen könnte.

SDA/azu

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