Interlaken

Ein Feuerwerk in Bild und Ton

InterlakenDas Pyromusical war der unbestrittene Höhepunkt des «Touch the Mountains» auf der Interlakner Höhematte. Laut Organisatoren haben es 25'000 Besuchergesehen – und zu hören bekommen haben sie noch viel mehr.

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Akustisch mit dem Queen-Song «The Show Must Go On» und optisch mit einem Himmelsfeuer in Gold und Rot klang auf der Höhematte der erste Tag im Jahr 2018 aus. Tief im Matsch hatten am Neujahrsnachmittag Mitarbeiter der Firma Hamberger die Feuerwerkskörper, Bomben in Fächern, Fontänen und Wasserfälle verkabelt. Pyrotechniker Patrick Lottenbach betonte, dass es sich um ein Pyromusical handelt. Die Feuerwerkskörper steigen dabei im Rhythmus der Musik auf und stehen eine passende Zeit lang am Himmel. Auf 13 Seiten und 334 Linien war der genaue Ablauf aufgezeichnet. Neun Queen-Songs wurden pyrotechnisch begleitet. Barock üppig mit bunten Feuerkugeln die «Bohemian Rhapsody». Einer der Song passte nicht nur zur Vergänglichkeit des 18-Minuten-Feuerwerks bestens, sondern auch zum ganzen Anlass: «Who Wants to Live Forever».

«Vor zwei Jahren standen sie hier auf der Bühne», sagte Moderator Marc Scherrer um 18.15 Uhr. Die «Touch the Mountains»-Organistoren ehrten Hanery Amman und Polo Hofer damit, dass sie das Publikum den gemeinsamen Überfliegerhit «Alpenrose» singen liessen. Dieses hätte gern noch weiter gesungen, aber die Schmetterband-Originalversion aus dem Lautsprecher wurde ziemlich abrupt ausgeblendet. «Liebi chunnt und Liebi geit...» Die Bühne war dann frei für Chuelee & Band. Und schon bald besang sich das motivierte Publikum selber als «Aues geili Sieche» und folgte, zumindest teilweise, den Aufforderungen des blonden Frontmanns Christian Duss, Hände zu heben oder zu reichen. Und das Bergpanorama zu besingen.

Dieses hatte sich beim Schunkel-Auftritt von Chuelee bereits in die Nacht verabschiedet. Um 14 Uhr, als das Fest begann, war es noch da, wenn auch etwas nebelverhangen. Auf der Bühne heizte die Zürcher Band Baba Shrimps dem Publikum mit dem ein, was sie City-Folk nennt. Ihr Song «Hurry Hurry» wird die Schweizer Radioberichterstattung der kommenden Winterspiele in Pyeongchang begleiten. Mit dem Solothurner Manillo stand ein Rapper auf der Bühne, dessen einfallsreich wortspielerische Alltagspiktogramme etwas mehr Konzentration erforderten, als die auf dem Höheweg weit gestreute Festgemeinde sie aufbringen wollte.

Kein «Touch the Mountains» ohne Künstler aus der Region. Dieses Jahr wars Marc Amacher, 2016 Finalist bei «The Voice of Germany». Singen habe er eigentlich nicht unbedingt wollen, sondern Gitarre spielen, und das seit je und immer, sagte er vor seinem Auftritt in der Container­garderobe. Lampenfieber? Nein. Er erzählte, wie sein kleiner Sohn auf einen Baum klettern wollte, als er bei einem früheren «Touch the Mountains» im Publikum war. Eine Setlist brauchten er, Bassist Jürg Schmidhauser und Drummer Christoph Berger nicht. «Ich freue mich, mit so guten Musikern aufzutreten», sagte er. Er wolle das Publikum spüren und reagieren.

Seine Musik ist der Blues. Auf der Bühne wurde aus dem gemütlichen, in Brienz und Thun aufgewachsenen Marc ein absoluter Vollblutmusiker, der über Lautsprecher balancierte und davor kniete, um die richtigen Vibes zu erzeugen. Er arbeitet momentan an einem Album, auch mit eigenen Songs. «Wenn der Wind plötzlech dräit», heisst es in einem Titel. Er weiss, dass dies auch für ihn gelten kann. Musik wird er aber immer machen. (Berner Oberländer)

Erstellt: 02.01.2018, 21:05 Uhr

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