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Ein grosses Herz für kleine Kinder

Ein virtuoses Konzert, die Ansprache von Kinderarzt Ruedi Grüring, der Auftritt der Waldkinder: Das 13. Benefizkonzert für den Waldkindergarten Tatatuck im Zentrum Artos war ein voller Erfolg.

Geigenvirtuose Alexandre Dubach spielt für die Kinder des Waldkindergartens.
Geigenvirtuose Alexandre Dubach spielt für die Kinder des Waldkindergartens.
Monika Hartig

«Waldkinder sind gesündere Kinder mit einem stärkeren Immunsystem», sagte der pensionierte Kinderarzt Ruedi Grüring in seiner Ansprache. Er selbst sei ein kränklicher, ängstlicher und schwieriger Bub gewesen, aus dem dank häufigen Waldaufenthalten doch noch etwas geworden sei, so Grüring.

Zum 13. Mal fand am Sonntag ein Benefizkonzert für den Verein Waldkindergarten Tatatuck statt. Etwa 170 Personen kamen ins Zentrum Artos, um den Geigenvirtuosen Alexan­dre Dubach aus Thun und Pianistin Ma­ria Rosolemos aus Meiringen zu hören.

Brillantes Konzert

«Zwei Meistertalente, die uns mit ihrer Musik beglücken und beschenken», kündigte Vorstandsmitglied Karin Beyeler das Duo an. Die beiden begannen mit «Meditation» aus der Oper «Thaïs» von Jules Massenet, einem lieblichen Musikstück. Sanft perlende Pianotöne von Maria Rosolemos, zu denen Dubach seiner Stradivari die höchsten Töne entlockte, faszinierten die Zuhörer.

Das Duo musizierte mit Brillanz und Leidenschaft, so etwa Werke von Franz Schubert oder Johann Sebastian Bach. Pianistin Rosolemos spielte ein Solo von Edvard Grieg: «Sag mir doch, wann die Rosen blühen». Bravorufe aus dem Publikum gab es für das Violinstück von Edward Elgar, das dieser für den Geiger Yehudi Menuhin komponiert hatte. «Wertvoll, herzensnah, eine Seelenfreude», lobte Ansagerin Beyeler die beiden Künstler.

Waldkinder im Kostüm

Schliesslich führte Leiterin Marianne Tschan die Schar der Waldkinder auf die Bühne. Die 24 Mädchen und Jungen waren kostümiert als Hexen, Indianer, Blumen, Marienkäfer oder Polizisten, sie trugen kleine Sträusse von Zweigen mit farbigen Bändern in den Händen. Gemeinsam sang die bunte Schar Fasnachtslieder, vom kleinen Schneiderlein oder von der Hexe: «Gehen wir ins Hexenhaus, schaut die alte Hex heraus».

Die Kinder sprangen hoch, klatschten in die Hände und warfen begeistert mit Konfetti um sich. Danach ruhten die Kleinen am Bühnenrand aus und schauten mit grossen Augen zu, wie Alexandre Dubach eigens für sie musizierte, so etwa das «Brienzerburli» oder ein Zirkuslied.

Lohnendes Benefizkonzert

«Heuer ergab die Kollekte 2655 Franken, im Vorjahr waren es nur 2000 Franken», bilanzierte Marianne Tschan zufrieden. Der Verein will die Elternbeiträge für den Waldkindergarten moderat halten und wird von keiner Seite unterstützt.

«Deshalb müssen wir pro Jahr rund 18 000 Franken zusätzlich aufbringen, etwa durch Veranstaltungen wie ein Kasperletheater, die Waldwerkstatt oder den zweimal jährlich stattfindenden Märit», erklärte Tschan.

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