Einmal um die Welt für einen Sprint

Gstaad

Die Swiss Orienteering Week (SOW) startete am Sonntag mit einem Sprintrennen in Gstaad. Nicht über Stock und Stein, sondern auf der Promenade.

Wo ist der Posten? Die erste Etappe führte über die Promenade in Gstaad.

Wo ist der Posten? Die erste Etappe führte über die Promenade in Gstaad.

(Bild: Kerem S. Maurer)

Bereits um 9 Uhr morgens starteten die ersten der 3100 Orientierungsläuferinnen und -läufer in Gstaad für die erste Etappe der SOW, die den Namen ‹Die Kultivierte› trug, um gemäss den Veranstaltern auf die kulturelle Vielfalt der Region aufmerksam zu machen. Das mehrtägige Etappenrennen findet insgesamt zum 8. Mal statt und zum ersten Mal im Berner Oberland.

Das traditionelle Rennen dauert noch bis am 10. August. Der Auftakt bildete ein Sprintrennen mitten durch das illustre Voralpendorf, das einmal mehr eine hervorragende Kulisse abgibt für einen internationalen Grossevent. Wie gross dieser Anlass ist und was er in Zahlen bedeutet, erläuterte OK-Präsident Marcel Schiess an der offiziellen Eröffnungsfeier vor Mitgliedern des Patronatskomitees und Vertretern aus Politik, Sponsoren, Presse und geladenen Gästen im Charly’s Gstaad mit Blick auf das Zielgelände auf dem Eisbahnareal.

Grossanlass in Zahlen

Insgesamt seien 32 Quadratkilometer Spezial OL-Karten hergestellt worden, sowie 312 OL-Bahnen in 52 Kategorien. Im Verlauf der Woche würden 666 OL-Posten gesetzt, wobei der höchste auf 2400 Meter über Meer (Col des Andérets) und der tiefste auf 980 Metern (Rougemont) liegt. Es würden 9000 Liter Wasser als Zielverpflegung und weitere 5000 Liter als Geländeverpflegung bereitgestellt. Ein Heer von 470 Helfern machen diesen Event möglich, wobei die Churer am weitesten angereist waren. Apropos weit angereist: Die Athleten mit dem grössten Anreiseweg kommen aus Neuseeland. Sie fahren einmal um die ganze Welt, um in Gstaad an den Start zu gehen.

Ausserdem wurde mit 350 Grundbesitzern eine Nutzungsvereinbarung getroffen. Der älteste Teilnehmer wurde mit Jahrgang 1926 aufgeführt, der jüngste mit 2012. Auch die Region profitiert vom Grossevent: Insgesamt generiere die SOW rund 30'000 Logiernächte wobei die direkte Wertschöpfung auf circa 6 Millionen und die indirekte auf rund 14 Millionen Franken beziffert wurde. Angesichts dieser Zahlen verwundert es kaum, dass sich die lokalen Politiker wie Saanens Gemeindepräsident Toni von Grünigen und Nationalrat Erich von Siebenthal in ihren Ansprachen sehr erfreut zeigten, dass die Organisation die Destination Gstaad als Austragungsort ausgewählt hat.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt