Eissportzentrum: Ja zu Beitrag

Unterseen

An der Gemeindeversammlung vom Montag war die Beteiligung Unterseens an der geplanten Aktiengesellschaft für das Eissportzentrum Bödeli unbestritten. Damit steht die bevölkerungsreichste Gemeinde hinter dem Projekt.

Wie Gemeindepräsident Jürgen Ritschard (Bild) erläuterte, wollen die beteiligten Gemeinden mit den regelmässigen Beiträgen die Zukunft des Zentrums sichern.

Wie Gemeindepräsident Jürgen Ritschard (Bild) erläuterte, wollen die beteiligten Gemeinden mit den regelmässigen Beiträgen die Zukunft des Zentrums sichern.

(Bild: Anne-Marie Günter)

Das Eissportzentrum in Matten liegt nicht nur den Unterseener Eishockeyanern am Herzen, sondern auch den aktiven Stimmberechtigten: Diskussionslos und mit 76 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung genehmigte die Gemeindeversammlung am Montag 265 000 Franken für Unterseens Beteiligung an der geplanten Aktiengesellschaft sowie jährlich wiederkehrende Beiträge von 25 400 Franken für den Betrieb und 45 800 Franken für die Infrastruktur.

Die Versammlung folgte damit dem Antrag des Gemeinderates. Wie Gemeindepräsident Jürgen Ritschard erläuterte, wollen die beteiligten Gemeinden mit den regelmässigen Beiträgen die Zukunft des Zentrums sichern – und mit der Umwandlung der bisherigen Genossenschaft in eine Aktiengesellschaft auch entsprechend ihrem Engagement mitreden. Die Neuorganisation wurde durch den aktuellen Sanierungsbedarf ausgelöst (wir berichteten).

Mehr Steuerzahler

Ebenfalls diskussionslos genehmigte die Gemeindeversammlung Unterseen das Budget 2018, das bei einer unveränderten Steueranlage von 1,78 und einem Umsatz von rund 21 Millionen im allgemeinen (steuerfinanzierten) Haushalt mit 402 609 Franken Aufwandüberschuss rechnet. Dabei erwartet die wachsende Gemeinde dank Neuzuzügern erneut 300 000 Franken mehr Steuererträge, wie Gemeinderat Stefan Zurbuchen erläuterte; voraussichtlich muss sie aber auch 284 000 Franken mehr an den kantonalen Lastenausgleich zahlen.

Bahnhofstrasse ohne Zone 30

Gemeindevizepräsidentin Verena Roder orientierte, dass der Gemeinderat vorläufig noch keine Tempo-30-Zone auf der Unterseener Bahnhofstrasse einführen will – obwohl 390 Unterzeichnende vom Bödeli in einer Petition darum gebeten haben und auch der Kanton dazu Hand bieten würde. Als Hauptgrund nannte Roder die Fussgängerstreifen, für die es ebenfalls Eingaben aus der Bevölkerung gab.

Zwar wurden die Fussgängerstreifen auf der Bahnhofstrasse vom Kanton aufgehoben, weil sie zu wenig übersichtlich waren. «Doch wenigstens die Fussgängerstreifen im Bereich Räuberegge und Anfang Helvetiastrasse wollen wir erhalten.» Neu prüfen will der Gemeinderat Zone 30, wenn zum Beispiel die Gesetzgebung eine Kombination mit Fussgängerstreifen erlaubt.

Vom Gemeinderat bereits beschlossen wurde die Einführung einer Tempo-30-Zone, die das Quartier westlich der Bahnhof- und südlich der Seestrasse vor Durchgangsverkehr zum Spital schützen soll. Ausgespart ist das Unterdorf, in dessen engen Gassen weder schnell gefahren wird noch Tempo-30-Stelen Platz haben. Anregungen aus der Versammlung für Parkfelder auf der Gurbenstrasse nahm der Gemeinderat auf. Nicht eingehen will er auf den Vorschlag, nur Zubringerdienst zu erlauben, weil sich die Vorschrift kaum kontrollieren liesse.

Auf weitere Anträge aus der Versammlung prüft der Gemeinderat Tempo 30 für Wellenacher und Breite mit ihrem kinderreichen Quartier.

Erfolgloser Einsatz

Als Affront für die bevölkerungsreichste Gemeinde im östlichen Oberland bezeichnete Gemeindepräsident Ritschard die Schliessung der Post Unterseen – und als kontraproduktiv für die Verkehrsberuhigung im Interlakner Zentrum, wo nun die nächste Poststelle steht.

Nichts genützt hat auch eine Unterschriftensammlung für die Erhaltung der neun Nussbäume auf dem Zeughausareal. Sie wurden nach Auskunft von Gemeinderat Stefan Zurbuchen gefällt, weil die Gemeinde Lagerplatz für geräumten Schnee braucht.

Berner Oberländer

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