FCI: Neuer Vorstand besteht die Feuerprüfung

Interlaken

Die Mitglieder des FC Interlaken schliessen mit der Vergangenheit ab. Sie entlasten auch den zurückgetretenen Vorstand.

Sind zu klein und sollen neu gebaut werden: Die Garderoben des Clubs.

Sind zu klein und sollen neu gebaut werden: Die Garderoben des Clubs.

(Bild: Nathalie Günter)

Samuel Günter@samuel_guenter

Nach einem turbulenten Jahr will man beim FC Interlaken wieder nach vorne schauen: Am Freitag führte der an einer ausserordentlichen Versammlung im Dezember neugewählte neunköpfige Vorstand durch seine erste ordentliche Generalversammlung des Bödeler Fussballvereins. Meist diskutiertes Thema war dann auch ein zukunftträchtiges: Ein Anbau mit drei neuen Mannschaftsgarderoben und je einem Umkleideraum für Schiedsrichter und Trainer.

Doch ein Blick zurück unvermeidlich: Nämlich bei der Rechnung und der Décharge des Vorstandes. Die Rechnung weist bei einem Ertrag von rund 426'000 ein Minus von 11'000 Franken auf. Dies habe einerseits mit der Bereinigung von Altlasten zu tun, andererseits mit zahlreichen offenen Mitgliederbeiträgen, die schwierig einzuziehen seien, erklärte die Finanzverantwortliche Barbara Kläy.

Das erstellen der Rechnung sein nicht einfach gewesen, da weite Teile noch in die Kompetenz der früheren Führung gingen. Allerdings fand – und diesen Eindruck konnte Barbara Kläy später bei der Präsentation des ausgeglichen Budgets erhärten – eine Umverteilung der insgesamt etwas tieferen Personalkosten weg von der Verwaltung zu den Trainern statt.

Die Versammlung erteilte dem neuen Vorstand einstimmig die Décharge. Bei der Entlastung der alten Führungsriege tat man sich etwas schwerer. Präsident Alessio Bonata plädierte für diesen Schritt. Zwar habe es Unstimmigkeiten gegeben, aber der Verein sei finanziell gut aufgestellt. «Und es ist nichts passiert, wo man nicht dahinter stehen könnte.» Bei drei Gegenstimmen und 14 Enthaltungen entlasteten die 66 anwesenden Mitgliedern auch den alten Vorstand.

Zu wenig Garderoben

«Die Garderoben-Situation auf der Lanzenen ist unbefriedigend», hielt Bonata fest. Zwar habe man die bestehenden Umkleideräume überholt, jedoch seien es zu wenige und jeweils zwei teilten sich eine Dusche, was zu Schwierigkeiten führe. Die Lösung ist ein Anbau mit drei Mannschaftsgarderoben mit je einer Dusche plus je eine Schiedsrichter- und eine Trainergarderobe. «Denn bei den Junioren dürfen die Trainer – richtigerweise – nicht die gleichen Räumlichkeiten nutzen wie die Mannschaft. Man sei am Anschlag, bestätigte auch Karin Stingelin, Leiterin Spielbetrieb.

Ein erster Voranschlag rechnet mit Kosten von 500'000 Franken. Bonata hofft aber, dass man noch auf 250'000 Franken herunter kommt. Einige Mitglieder bemängelten diese Unsicherheit. Andere gaben zu Bedenken, dass weitere Kosten anstehen – etwa die Erneuerung der Flutlichtanlage. Aus der Versammlung kam der Kompromissvorschlag, dem Vorstand die Kompetenz für einen Garderobenneubau für 250'000 Franken zu erteilen. Falls dies nicht ausreicht, müsste er das Geschäft an der nächsten Generalversammlung wieder vorlegen.

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