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Felsabbruch am Spitzhorn

Kurz nachdem der Sanetschpassweg wegen der Gefahr eines Steinschlags gesperrt worden war, wurde der Weg im Bereich Rotengraben tatsächlich von einem Felsabbruch teilweise verschüttet.

Der Felsabbruch am Spitzhorn ereignete sich am Montag. Im Bild ist die Abbruchstelle zu sehen.
Der Felsabbruch am Spitzhorn ereignete sich am Montag. Im Bild ist die Abbruchstelle zu sehen.
zvg

«Dass im Berggebiet immer wieder Steinschläge passieren, ist nichts Aussergewöhnliches. So entdeckte man an der Südflanke des Spitzhorns am 24. September 2016 eine Staubwolke, welche auf einen Steinschlag zurückzuführen war», schreibt der Gemeinderat Gsteig in einer gestern veröffentlichten Mitteilung.

Untersuchungen vor Ort hätten jedoch keinen Anlass zur Beunruhigung gegeben. «Es wurden weder neue grössere Steine gefunden noch war der Wanderweg Burg–Ro­tengraben betroffen», so der Gemeinderat.

Mehrere Tausend Kubikmeter

Nachdem während eines Jahres in diesem Gebiet keine weiteren Steinschläge festgestellt wurden, hätten die Gemeindebehörde in der vergangenen Woche von Augenzeugen Hinweise über wiederholte Steinschläge erhalten. «Noch am Sonntag wurde das fragliche Gebiet von Naturgefahrenspezialist Fritz Schallenberg und Feuerwehrkommandant Tom Schild besichtigt», so der Gemeinderat.

Obwohl im Bereich des Wanderwegs keine Steinschlagspuren zu erkennen waren, entschied man sich wegen der Häufung der Steinschläge, den Sanetschpassweg zu sperren.

«Kurz nach der erfolgten Signalisation ereignete sich am Montag, 23. Oktober, kurz vor 11 Uhr ein Felsabbruch, welcher glücklicherweise zu keinen Personen- oder Tierschäden führte. Die mehrere Tausend Kubikmeter abgebrochenen Felsmassen verschütteten aber ein kleineres Waldstück und einen Teil des Wanderweges Burg–Rotengraben.

Einzelne Felsblöcke beschädigten zudem zahlreiche Tannen und gelangten möglicherweise bis in die Nähe des Fassungsgebietes der Burgwasserquelle.» Ein Kabel der Hochspannungsleitung sei ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden. «Revierförster Arthur Haldi schätzt, dass circa 4 Hektar Wald mit gegen 1000 Kubikmeter zerstört beziehungsweise beschädigt wurden», heisst es in der Mitteilung.

Das Gebiet ist zu meiden

Der Gemeinderat weist darauf hin, dass die Abbruchstelle und die nähere Umgebung am morgigen Freitag per Helikopter von einem Geologen untersucht werden. Über die Ergebnisse und mögliche Massnahmen werde zu gegebener Zeit informiert.

Die Bevölkerung wird ersucht, die Signalisationen zu beachten und sich unter keinen Umständen in das gefährdete Gebiet zu be­geben.

pd

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