Festen in Osten und Westen

Interlaken

Rund um die beiden Interlakner Bahnhöfe wurde am Wochenende gefeiert. Im Zentrum standen eine Renovation und ein Neubau.

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Ein Tanzstudio in einem Bahnhofsdach? In Interlaken-West wäre dies möglich. Die BLS AG hat ihr Bahnhofsgebäude saniert. Der Dachstock mit seinen runden Ochsenaugenfenstern ist noch zu mieten. 1920 wurde das Bahnhofsgebäude gebaut. Im neobarocken Heimatstil, wie HMS-Architekt Beat Fischer erklärte. Man nahm damals an Material, was man hatte. Deshalb gabs bei der Sanierung Probleme zu lösen. Die Denkmalpflege war voll einbezogen, 9,5 Millionen Franken hat der Umbau gekostet. Statt Stationsvorstand und Bahntechnik gibts jetzt private Mieter: die Walk-Clinic, Apotheke, Blumenladen, Pastastore, Wohnraum.

Bereit für den festlichen Auftritt: Mitspieler der Jugendmusik Interlaken unter dem in 20 Jahren gut gewachsenen Baumdach und vor dem neuen Griwa-Bau. (Foto: Anne-Marie Günter)

Mieten kann man auch in Interlaken-Ost, im Jungfrau-Center, im neuen Natursteinplattenbau. Es gibt Dauermieter und Mieter von drei Nächten bis drei Monate. Die Griwagroup Holding ist mit ihren verschiedenen Dienstleistungen vor Ort. Aus dem ehemaligen Wohncenter von Allmen ist Griwa Interior geworden. Leiter Marco Niederberger ist zuständig für Wohnwohlgefühl auf hohem Niveau. «Uns ist der Beitrag an die Volkswirtschaft wichtig», sagt Griwa-Gründer Markus Friedli. Kosten werden nicht kommuniziert.

«Uns ist der Beitrag an die Volkswirtschaft wichtig.»Markus FriedliGriwa-Gründer

Im Westen wars offiziell. Gemeindepräsident Urs Graf taufte einen Mutz-Regionalzug auf den Namen Interlaken. Mit BLS-Geschäftsleiter Bernard Guillelmon teilt er die Ansicht, dass Interlaken-West ein sehr wichtiger Bahnhof ist. Unterseen und Interlaken haben sich dafür eingesetzt, dass die Velostation des Arbeiterhilfswerks erhalten bleibt: Velos abgeben, Velos einsammeln, Velos für Afrika aufbereiten. Graf steht zu Interlakens Bahnhöfen als Hotspots, auch wenn sie den privaten motorisierten Verkehr etwas erschweren.

«Das Fest war geprägt von der tollen Zusammenarbeit vieler Partner.»Jrène Küng Geschäftsleiterin derStandortförderung

Als Hotspot – oder Entwicklungsschwerpunkt – wurde vor 20 Jahren Interlaken-Ost ausgewählt und mit öffentlichen Mitteln gefördert. Er hat sich entwickelt, mit dem Jungfrau-Center als neustem Schritt. Das Baumdach als grünes Gestaltungselement ist gut gewachsen. Der Verein Standortförderung lockert die klare Gestaltung auf: vielleicht mit Wasserspiel und Baumbeleuchtung, sicher mit Blumenschmuck. Er hat am längsten Tag 2019 ein gut besuchtes Fest organisiert. Mit einheimischer Musik und unbestellten Regengüssen. «Das Fest war geprägt von der tollen Zusammenarbeit vieler Partner», sagt Jrène Küng, die Geschäftsleiterin der Standortförderung.

Ein Mutz (Moderner Regionaler Betriebs-Zug) des Berner Unternehmens BLS trägt jetzt das Interlakner Wappen (v.l.): Gemeindepräsident Urs Graf, TOI-Direktor Daniel Sulzer und BLS-Geschäftsleiter Bernard Guillelmon. (Foto: Anne-Marie Günter)

Berner Oberländer

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