«Friedlichkeit zeichnet die Blasmusik aus»

Oberländische Musiktage in Steffisburg

Bei ausgezeichnetem Wetter und guter Stimmung traten bei den 31. Ober­länder Musiktage Formationen aus dem Berner Oberland ­sowohl auf der Strasse als auch in Konzertsälen auf.

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Es weht ein leichter Wind, die Sonne scheint. Rund um die Zulgstrasse in Steffisburg ist es komplett still. Plötzlich ertönt Blasmusik, die Zuschauer applaudieren: Der Paradeteil der Oberländer Musiktage hat offiziell begonnen. Zum 31. Mal trafen sich am Wochenende Musikvereine aus dem Berner Oberland und unterhielten die Besucher mit ihrer Musik und ihren kreativen Evolutionen. «Man erfindet bei diesen Festen das Rad nicht neu, das ganze Wochenende ist aber sehr gut gelaufen», sagt Peter Jordi, Präsident des Organisationskomitees. «Diese Friedlichkeit zeichnet die Blasmusik wirklich aus. Es arbeiten alle zusammen, und das freut mich sehr.»

Kein Fest ohne Helfer

Rund 3200 Einsatzstunden von 300 Helfern, 1700 Musikerinnen und Musiker, über 400 Konzertbesucher und bis zu 2000 Paradezuschauer können die vom Musikverein Steffisburg organisierten Musiktage verzeichnen. Ausserdem wurden insgesamt 43 Musikanten für 30 Jahre, fünf für 60 Jahre und ein Musiker für 70 Jahre in der Blasmusik als Veteranen geehrt. «Wir haben uns sehr über die Helfer gefreut! ­Ohne die Hilfe der anderen Steffisburger Vereine hätten wir die Musiktage niemals geschafft. Die Planung war auch wirklich super», sagt Jordi. «Besonders die Musiker sollten hier möglichst wenig Stress und Hektik haben.»

Eine unerfreuliche Nachricht gab es für eine Formation. «Eine Formation musste leider absagen, weil einer ihrer Musikanten einen schweren Arbeitsunfall hatte», erklärt Jordi. «Es ist trotzdem sehr schön, zu sehen, dass von 53 Sektionen, die im Berner Oberländer Verband sind, 46 an den Musiktagen teilgenommen haben.»

Bestes Wetter

Anders als bei den 30. Musiktagen vor fünf Jahren war in diesem Jahr auch das Wetter sehr gut. «In Kandersteg hatte es zu dieser Zeit fast geschneit», erinnert sich Jordi. Obwohl das Wetter am Musiktage-Wochenende sehr gut war, behinderten die vielen Gewitter in den letzten Wochen die Übungsdurchgänge der Formationen.

«Ich begleite die Musikgesellschaft Fahrni seit über 20 Jahren als Ehrendame. Und da unser Paradeauftritt mit Evolution ist, mussten wir ihn auch auf der Strasse üben können», sagt Ursula Burla, die ursprünglich aus Heimenschwand kommt. «Wir haben an zwei Sonntagen auf der Hauptstrasse in Fahrni geübt, am Dienstagabend, wenn die Musikgesellschaft normalerweise übt, war das Wetter aber oft ein ­Problem.»

Bereits vor 45 Jahren durfte Steffisburg Gastgeber der Berner Oberländer Musiktage sein. «Der grosse Vorteil von Steffisburg ist, dass die Lokalitäten alle sehr zentral sind», erklärte Jordi «Normalerweise gehen die Vereine ziemlich schnell wieder. Am Samstag waren aber noch sehr viele da für den Auftritt von Viera Blech», sagt Peter Jordi. «Vor allem, wenn man bedenkt, dass zum Beispiel die Gstaader Musiker eine halbe Weltreise machen müssen bis nach Steffisburg, ist es sehr schön.»

Berner Zeitung

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