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Fünf zusätzliche Skipisten im Saanenland

Frau Holle sei Dank: Ab Samstag bietet das Skigebiet Gstaad-Saanenland fünf Kilometer zusätzliche Abfahrtspisten an. Ob das künftig weiterhin so sein wird, soll die Natur entscheiden.

Bruno Petroni
Gut frequentierte Saanersloch-Skipiste am letzten Sonntag auf der Schrybersweid entlang der Gondelbahn.
Gut frequentierte Saanersloch-Skipiste am letzten Sonntag auf der Schrybersweid entlang der Gondelbahn.
Bruno Petroni

Pünktlich zu Beginn der Skisportferien erweitert die Bergbahnen Destination Gstaad AG (BDG) ihr Skiangebot: «Dank den hervorragenden Bedingungen der vergangenen Wochen werden in der Skiregion Gstaad über das gesamte Gebiet fünf neue Ski­pisten eröffnet», verkündet das Unternehmen in seiner gestrigen Medienmitteilung.

Wildruhezonen nicht tangiert

Der Ausbau der Pisten habe in der Skiregion Gstaad hohe Priorität: «Eine Umfrage unter 50'000 Wintersportlern hat uns deutlich gezeigt, dass das Pistenangebot und die Pistenqualität zwei der wichtigsten Kriterien bei der Wahl des Skigebiets sind», sagt Matthias In-Albon. Der BDG-Direktor kündigte am Donnerstag fünf neue Skipisten mit einer Gesamtlänge von fünf Kilometern an, die ab morgen Samstag alle offen sind.

Dies sind Parwengen im Gemeindegebiet St. Stephan Richtung Chalberweid-Lengenbrand sowie Richtung Chaltebrunne, in Saanenmöser beim Chübeli, beim Horneggli Richtung Schönried und in La Videmanette nach Les Gouilles. Zudem ist die Piste beim Saanerslochgrat hinter dem BMW X-Drive um das Vierfache auf 80 Meter verbreitert worden. «Und nein, Wildruhezonen werden durch das zusätzliche Pistenangebot nicht tangiert», versichert der BDG-Geschäftsleiter.

Alte Zeiten aufleben lassen

In den längst vergangenen Zeiten der alten Sesselbahn waren beide Parwengen-Abfahrten bereits offen; auch Horneggli wurde letztmals vor gut zwanzig Jahren unterhalten. Die Waldabfahrt Chübeli kann erstmals seit zehn Jahren wieder befahren werden. Dies, weil in den letzten Jahren die Präparierung dieser fünf neuen Skipisten undenkbar gewesen wäre. Zu gross waren die finanziellen Probleme der BDG noch vor zwei Jahren, als dass solcherlei zusätzliche Aufwendungen dringelegen wären. Es brauchte zunächst einer gründlichen Reorganisation, den die neue Geschäftsleitung denn auch erfolgreich bewältigte.

Der Mehraufwand für diese fünf zusätzlichen Pistenkilometer liegt bei über 5000 Franken pro Tag, was bei Gesamtbetriebskosten von täglich einer Viertelmillion Franken auf den ersten Blick zwar ein unwesentlicher Betrag ist, aber auf die Länge doch ins Gewicht fällt.

«Natur entscheiden lassen»

Der Bau von technischen Beschneiungsanlagen ist auf den ab morgen Samstag offenen Pisten nicht geplant: In-Albon: «Wir wollen die Natur entscheiden lassen, ob diese Strecken geöffnet werden können oder nicht.»

Andreas Wandfluh, Marketingleiter der Destination Gstaad, freuts: «Es ist schön, dass die Bergbahnbetreiber unser bereits vielfältiges Produkt auf diese Weise ausbauen, ohne zusätzliche Eingriffe durch weitere Infrastrukturen vorzunehmen.» Matthias In-Albon denkt bereits über andere Möglichkeiten der Weiterentwicklung nach: «Mir schwebt ein Schlittelparadies vor, das sich vom Saanersloch übers Horneggli bis zum Eggli hinzieht. Und auch eine ­separate Abfahrtspiste für Snow­biker ab der Mittelstation Saanersloch könnte ich mir vor­stellen.»

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