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Habkern fördert Selbsthilfe

Der Gemeinderat von Habkern will mehr Familien mit Kindern und mehr Gäste ins Dorf bringen, und die Gemeindeversammlung unterstützt ihn darin. Die Rechnung schloss positiv.

Auf der Bärenmatte in Habkern soll ein Sechsfamilienhaus gebaut werden.
Auf der Bärenmatte in Habkern soll ein Sechsfamilienhaus gebaut werden.
Fritz Lehmann

Habkerns Rechnung 2017 schloss bei einem Ertrag von 3,49 Millionen Franken im Gesamthaushalt mit 40'315 Franken Ertragsüberschuss – 37'388 Franken besser als budgetiert. Wie Gemeinderat Christoph Häni an der Gemeindeversammlung vom Freitag erläuterte, stammt der Überschuss aus den gebührenfinanzierten Spezialfinanzierungen Wasser, Abwasser und Abfall.

Der steuerfinanzierte allgemeine Haushalt schloss ausgeglichen, nachdem 152'434 Franken zusätzliche Abschreibungen der finanzpolitischen Reserve zugewiesen worden waren. Netto investierte die Gemeinde 768'982 Franken in Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Strassenunterhalt, Werkhof und Güterwege.

Die 40 anwesenden Stimm­berechtigten genehmigten die Rechnung mitsamt zwei Nachkrediten einstimmig. Einen Nachkredit von 80'535 Franken brauchte es für das Gemeindeschreibermandat, mit dem die Vakanz bis zur Anstellung der neuen Gemeindeschreiberin Manuela Burgener überbrückt wurde.

Beim zweiten Nachkredit von 84'000 Franken handelt es sich um die 3 Prozent des Gebäudeversicherungswertes, welche die Gemeinde jedes Jahr als Reserve für den Unterhalt ihrer Liegenschaften zurücklegt; der Betrag für den Gasthof Bären war im Budget 2017 vergessen worden.

Nur noch eine Bohl-Bäuert

Weiter wurde die Aufhebung der Einwohnerbäuert Bohlseite genehmigt. Die Aufhebung war 2017 bereits von der Einwohner- und der Burgerbäuert Bohlseite einstimmig beschlossen worden. «Es wurde immer aufwändiger, zwei Verwaltungen zu führen», erläuterte Ueli Wyss, der bei der Vorbereitung des Geschäfts geholfen hatte. «Zudem sind von den 54 Einwohnern der Bohlseite 41 Burger, und die Einburgerung ist unkompliziert.» Die gemeinsame Nutzung und Pflege von Land, Wald und Wegen wird nun von der Burgerbäuert weiter­geführt.

Ebenfalls einstimmig sprach die Gemeindeversammlung einen Kredit von 210'900 Franken für eine Strassenverbreiterung im Wagisbach, die im Zusammenhang mit einer neuen Hofzufahrt und der Verlegung der Hydrantenleitung geplant ist.

Gemeindepräsident Karlen berichtete, dass der Bären von den jungen Pächtern gut geführt werde und oft ausgebucht sei. Dieses Jahr werden die beiden ersten Hotelzimmer renoviert.

Das Dorfleben fördern möchte die Gemeinde auch, indem sie für den Bau eines Sechsfamilienhauses auf der Bärenmatte Hand bietet. Das Projekt wurde von den örtlichen Baufirmen Zurbuchen und Wyss Holzbau mit den Unterseener Architekten Vögtli und Viecelli ausgearbeitet.

Die Viereinhalbzimmerwohnungen sollen Familien mit Kindern zum Selbstkostenpreis verkauft werden. Die Wohnungen sind nun auf der Website der Gemeinde ausgeschrieben. Das Projekt, von dem sich Habkern auch eine Stärkung der Schule erhofft, löste in der Versammlung positive Reaktionen und Zusatzvorschläge aus.

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