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Gemeinde spricht Geld für Wiederaufbau des Schattenbads

128'000 Franken sind unter Dach und Fach: Die Instandstellung des Seebades Schattenbad, das im Oktober angezündet wurde, soll möglichst rasch erfolgen.

Jürg Spielmann
Das Schattenbad am Strandweg von Spiez nach Faulensee brannte im Oktober ab.
Das Schattenbad am Strandweg von Spiez nach Faulensee brannte im Oktober ab.
Markus Hubacher

Knapp drei Monate nach der Feuersbrunst macht der Spiezer Gemeinderat Nägel mit Köpfen. Wie die Exekutive am Donnerstag mitteilte, hat sie an ihrer jüngsten Sitzung einen Verpflichtungskredit über 128'000 Franken gesprochen. Mit dem Geld soll das Schattenbad am Strandweg Spiez–Faulensee wiederaufgebaut respektive instand gestellt werden.

Zur Erinnerung: Am späten Abend des vergangenen 22. Oktober wurde das beliebte Seebad ein Raub der Flammen, die ostseitige Hälfte wurde völlig zerstört. Das Feuer dürfte von drei Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren mutwillig gelegt worden sein.

Die wegen Lärm angerückte Polizei fasste das Trio, welches überdies zahlreiche Sitzbänke zerstört haben soll, vor Ort. Es ist teilgeständig. Bedauern und Unverständnis in der Bevölkerung ob der Zerstörungswut waren gross.

Da die historische Badeanstalt – sie wurde 1927 erbaut – laut Bauinventar erhaltenswert ist und in der Uferschutzzone liegt, ist ihr Wiederaufbau baubewilligungspflichtig. Das sagte die zuständige Gemeinderätin Ursula Zybach (SP) auf Anfrage.

Die eine Hälfte des Schattenbades wurde durch das Feuer zerstört. Foto: Jürg Spielmann
Die eine Hälfte des Schattenbades wurde durch das Feuer zerstört. Foto: Jürg Spielmann

Das Vorhaben soll zeitnah publiziert werden, «ein Wiederaufbau bis zu Beginn der Badesaison wird angestrebt», heisst es in der gemeinderätlichen Mitteilung. Garantiert werden kann dies wegen der öffentlichen Auflage mit Einsprachemöglichkeit indes nicht.

Laut Finanzvorsteherin Ursula Zybach ist geplant, so viel wie möglich vom bestehenden Bau zu erhalten. Das entspreche auch dem Wunsch der Denkmalpflege, die das Vorhaben unterstützt.

Daniela Zysset, Vorstandsmitglied des Bürg-West-Leists, sagt, man sei erfreut über den Wiederaufbau. Der Spiezer Quartierverein kümmert sich stets von April bis Oktober um den Unterhalt – auch in Zukunft. Wie Zysset hat auch Zybach keine Kenntnis darüber, wer das Seebad angezündet hat.

Offen ist zudem, wer in welchem Umfang für die Kosten wird aufkommen müssen. Die Gemeinde sprach als Bauherrin den Verpflichtungskredit. «Zuerst gilt es das Ganze juristisch aufzuarbeiten. Wir hoffen, dass möglichst wenig über Steuergelder berappt werden muss», so Ursula Zybach. «Es wäre zu begrüssen, müssten die Verursacher für ihr Tun geradestehen», findet Daniela Zysset.

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