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Gemeinden wehren sich gegen Aufhebung von Gebirgslandeplätzen

Im Berner Oberland sollen zwei Gebirgslandeplätze aufgehoben werden. Die Gemeinden Grindelwald, Innertkirchen und Saanen haben dagegen Beschwerde eingereicht.

Mehrere Gemeinden und der Berner Regierungsrat wehren sich gegen die Aufhebung der Heli-Landeplätze Rosenegg-West (Bild) und Gumm.
Mehrere Gemeinden und der Berner Regierungsrat wehren sich gegen die Aufhebung der Heli-Landeplätze Rosenegg-West (Bild) und Gumm.
Bruno Petroni

Der Bund will die beiden Gebirgslandeplätze Rosenegg-West und Gumm im Berner Oberland im kommenden Juni aufheben. Die Gemeinden Grindelwald, Innertkirchen und Saanen haben gegen die Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde eingereicht - mit dem Segen der Berner Kantonsregierung.

Der Regierungsrat bedauert die beabsichtige Aufhebung. Die Landeplätze seien als Nischenangebot für die lokale Wirtschaft von Bedeutung. Zudem böten die Gebirgslandeplätze wertvolle Möglichkeiten zur Ausbildung von Rettungspiloten und Bergrettern, hält die Regierung in einer Mitteilung vom Donnerstag fest.

Rosenegg-West und Gumm

Da die betroffenen Gemeinden die Verfügung des Bundes anfechten, verzichtet die Kantonsregierung auf eine eigene Beschwerde. Sie unterstützt aber ausdrücklich die Forderungen der Gemeinden.

Der Landeplatz Rosenegg-West liegt auf rund 3470 Metern über Meer zwischen dem Wetterhorn und dem Rosenhorn. Der Landeplatz Gumm liegt auf 2060 Metern über Meer bei der Gummfluh im Saanenland, an der Grenze zum Kanton Waadt. Beide Gebiete sind im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) aufgeführt.

Heliskiing in der Kritik

Dass der Bund die Plätze aufheben will, ist seit Anfang 2015 bekannt. Um die Gebirgslandeplätze und insbesondere das Heliskiing schwelt in der Schweiz seit langem ein Konflikt. Umweltverbände kritisieren die Skiflüge ins Gebirge.

Aus einer vom Kanton Bern in Auftrag gegebenen Studie zum Interessennachweis von Heliskiing aus dem Jahr 2012 geht hervor, dass das Angebot insgesamt eine eher geringe touristische Bedeutung hat. Hauptnutzniesser sind Helikopterunternehmen sowie die Bergführerschaft. Hier schafft Heliskiing laut Studie ein willkommenes Zusatzeinkommen.

SDA/tag

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